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42  Markgraf  Gero.

Altar  der  Peterskirche.  Gleichwohl  setzte  Herzog  Eberhard
die  Fehde  fort;  besonders  nachdem  er  den  von  ihm  gefangenen
  Prinzen  Heinrich,  ehe  er  ihn  frei  ließ,  gegen  Otto
aufgereizt  hatte.  Eben  so  wußte  er  den  Herzog  Giselbert
von  Lothringen  in  sein  Interesse  zu  ziehen.  Der  Kampf
ward  eine  Zeit  mit  wechselndem  Glöcke  geführt,  Merseburg  —
ein  Theil  der  Mark  Gero's  —  von  den  Verbündeten  besetzt
und  von  dem  herbeieilenden  König  Otto  wieder  genommen-Die
  Fehde  endete  mit  Eberhard's  und  Giselbert's  Tode,  welche
in  ihrem  Schiffe  am  linken  Rheinufer  unversehends  von  dem
Grafen  Udo  und  Conrad  überfallen  wurden,  wobei  Eberhard
nach  tapferer  Gegenwehr  getödtet  ward,  Giselbert  aber  mit
sammt  dem  Kahne,  in  welchem  er  sich  retten  wollte,  versank;
  worauf  Prinz  Heinrich  die  Verzeihung  seines  Bruders
nachsuchte.

So  waren  durch  Thankmars,  Eberhards  und  Gieselberts
Untergang  sowohl  Gero  als  Otto  mit  einem  Male  einer
mächtigen  Gegenpartei  überhoben.  Dagegen  drohte  unter
den  an  der  Elbe  wohnenden  Slaven  neue  Empörung,  die
durch  des  Königs  vielfache  Fehden  hierzu  einen  günstigen
Zeitpunkt  gekommen  zu  sehen  glaubten.  Die  im  Verden'-schen
  Sprengel  sich  aufhaltenden  Obotriten  gaben  die  Losung
hierzu,  indem  sie  den  in  ihren  Grenzen  stehenden  Haika
sammt  seinem  Heere  erschlugen.  Ihrem  Beispiele  gedachten
die  unter  Gero  stehenden  Wenden  zu  folgen,  welchem  dreißig
ihrer  Häuptlinge  heimlich  den  Tod  geschworen  hatten.  Gero,
von  ihrem  Anschlage  in  Kenntniß  gesetzt,  stellte  sich  unwissend
  und  ihnen  freundlich  gesinnt,  lud  sie  zu  einem  Gastmahle
  und  ließ  sie  von  den  Seinigen  niedermetzeln.  Einer
der  Hauptlinge  entkam  jedoch  und  regte  die  Heveller  auf,  welche
die  unter  ihnen  wohnenden  Sachsen  und  Deutschen  verjagten.
Aber  Gero  wußte  durch  Geschenke  und  Versprechungen  einen
Fürsten  der  Heveller,  Tugumir,  zu  gewinnen,  durch  dessen
Beistand  und  Vermittelung  die  Heveller  und  Obotriken  binnen
  Kurzem  wieder  zur  Ruhe  gebracht  wurden.  Bald  darauf
  sielen  zwischen  Otto  und  seinem  Bruder  Heinrich  neue
Mißversiändnisse  vor,  welche,  auf  der  Seite  des  Legtern,