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Herzoge  der  Albertinischen  Linie  bis  auf  Churfürsft
MoriG.

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Schon  weiter  oben  ist  am  gehoͤrigen  Orte  die  zwischen  den
Soͤhnen  Friedrich's  des  Sanftmuͤthigen,  Ernst  und  Albrecht,
stattgefundene  Theilung  (26  August  1485)  besprochen  wor-  1485
den,  zufolge  welcher  der  jungere  Bruder,  Albrecht,  kraft  des
ihm  zustehenden  Wahlrechts,  das  Meißner  Land  an  sich
nahm  und  seinem  Bruder,  freilich  gegen  dessen  Wunsch  und
Erwartung,  das  von  der  Natur  minder  bevorzugte  Thüringen
  überließ.  Albrecht  besaß  einen  lebhaften,  unternehmenden
  Geist,  der  ihn  frühzeitig  eine  Liebe  für  kriegerische  Unternehmungen
  fassen  ließ.  Er  leistete  dem  Kaiser  Friedrich
III.  in  den  Kriegen  gegen  den  Ungamkönig  Mathias,  wic
auch  gegen  den  Herzog  von  Burgund,  Carl  den  Kühnen,  und
gegen  die  Niederländer,  die  wichtigsten  Dienste  und  schloß
sich  uberhaupt  dem  Interesse  Oestkerreich's  auf  das  Innigste
an,  so  daß  man  ihm  dies  sogar  hat  zum  Vorwurfe  machen
wollen.  Denn  die  Anerkennung,  welche  ihm  von  Seiten  des
Kaisers  für  seine  Treue  widerfuhr,  bestand  meistentheils  aus
Scheinvortheilen,  wic  z.  B.  die  ihm  ertheilte  Anwartschaft
auf  Jülich  und  Berg,  die  später  auch  auf  die  Ernestinische
Linie  ausgedehnt  wurde.  Als  der  heldenmüthige  Ungar,
Mathias,  in  seinen  Eroberungen  so  weit  gekommen  war,
daß  er  dem  Kaiser  ganz  Niederdsterreich  und  Wien  selbst
abnahm,  wußte  sich  Kaiser  Friedrich,  der  immer  mit  seinen
Finanzen  in  der  größten  Verwirrung  war  und  daher  Albrecht
doppelt  schátzen  mußte,  in  welchem  er  nicht  nur  einen  tap-14
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