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Vierte  Abtheilung.

Chursachsen  unter  August.  —  Der  dreißigjaͤhrige
Krieg  in  seiner  Einwirkung  auf  Sachsen.

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August,  der  Bruder  des  heldenmüthigen  Moritz,  folgte  demselben
  in  der  Regierung.  Er  hatte  an  dem  Hofe  seines  Vaters
  zu  Freiberg  nur  seine  erste  Jugend  zugebracht  und,  was
dieser  kleine  Hof  ihm  nimmer  hätte  erzeugen  können,  durch
feühzeitigen  Eintritt  in  die  Welt  eine  groͤßere,  umfassendere
Anschauung  des  Lebens  und  der  Verhältnisse  gewonnen.
Seine  Erziehung  erhielt  er  am  Hofe  des  Königs  Ferdinand
zu  Prag  und  schloß  mit  dessen  Sohne,  dem  nachherigen
Kaiser  Maximilian  II.,  ein  Freundschaftsbündniß,  welches
später  nicht  ohne  Folgen  für  Sachsen  blieb.  Er  erhielt  im
Jahre  1544  die  Administration  über  das  Stift  Merseburg,
trat  sie  jedoch  1548  an  den  Weihbischof  zu  Mainz,  Michael
Sidonius,  mit  Vorbehalt  der  Chursächsischen  Landeshoheit,
wieder  ab  und  vermählte  sich  zu  Torgau  mit  Anna,  der
Tochter  des  Königs  Christian  III.  von  Dänemark,  seit  welcher
  Zeit  er  sich  meist  in  Weißenfels  aufhielt,  bis  er  durch
den  Tod  seines  Bruders  das  Ruder  der  Regierung  bekam.
Er  befand  sich,  als  sein  Bruder  starb,  eben  zu  Copenhagen
bei  seinem  Schwiegervater  und  mußte  sich  bei  dieser  Nachricht
  beeilen,  in  sein  Land  zurückzukehren  und  sich  auf  den  er-1518

