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Dritte  Abtheilung.

Sachsen  und  der  siebenjaͤhrige  Krieg.

Wie  uͤbel  auch  Sachsen  die  bisherigen  Versuche,  Preußens
Gluͤcke  einen  Damm  zu  setzen  und  sich  auf  dessen  Kosten  zu
bereichern,  bekommen  waren,  so  hatte  sich  doch  dieser  Lieb—
lingsplan  Bruͤhl's  als  fixe  Idee  an  seinem  ganzen  Denken
festgesaugt  und  es  wollte  ihm,  bei  allen  boͤsen  Erfolgen  und
untroͤstlichen  Aussichten,  doch  nicht  gelingen,  ihn  fahren
zu  lassen.  Hierzu  kam,  daß  er  einen  tiefen  persoͤnlichen
Groll  gegen  den  Koͤnig  von  Preußen  gefaßt  hatte,  weil  dessen
scharfer  Blick  Brühl's  Stellung  und  Charakter  laͤngst  durchschaut
  und  sogar  in  seinen  Manifesten  auf  eine,  Letzterem
nicht  schmeichelhafte  Weise  daven  gesprochen  hatte.  Leider,
daß  Friedrich  II.  die  Streiche,  welche  Brühl  heimlich  nach
ihm  führte,  nicht  ihm,  sondern  dem  leidenden  Lande  zurückgeben
  mußte!

Der  Wiener  Hof,  obschon  in  seinen  Gesinnungen  gegen
Preußen  noch  immer  derselbe,  hatte  sein  politisches  System
in  anderer  Hinsicht  namhaft  verändert.  Er  glaubte,  daß
sein  bisheriger  Bundesgenosse,  Großbritannien  —  welches
sich  ihm  freilich  mehr  mit  gutem  Rathe  und  Friedensvorschlägen,
  als  mit  thäátigen  Mitteln  theilnehmend  erwiesen  —
bei  dem  letzten  Friedensschlusse  sein  (Oesterreichs)  Interesse