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zurückberufen  werde.  Der  bald  darauf  ausbrechende  baierische
Erbfolgekrieg  unterbrach  die  Unterhandlungen,  obschon  der
Schuldprozeß  gegen  den  Grafen  von  Schbnburg  seinen  Fortgang
  nahm.  Der  Teschener  Friede,  in  welchem  Böhmen
auf  seine  Schönburgischen  Lehnsrechte  Verzicht  leistete,  machte
diesen  Streitigkeiten  spät  genug  ein  Ende,  und  ließ  Chursachsen,
  rücksichtlich  dieser  Angelegenheit,  im  Besitze  seiner
Rechte.
Während  dieser  Mißhelligkeiten  zwischen  Oesterreich  und
177  Sachsen,  starb  am  30.  December  1777  der  Churfürst  Maxmilian
  Joseph  von  Baiern  und  mit  ihm  erlosch  die  Wilhelmische
  Linie  des  Wittelsbacher  Mannsstammes.  Des
Verstorbenen  Schwester,  die  verwittbete  Churfürstin  von  Sachsen,
  hatte,  als  Allodialerbin  ihres  Bruders,  am  1.  Mai  1776
ihre  Ansprüche  an  ihren  Sohn,  den  Churfürsten,  abgetreten.
Obgleich  nach  dem  im  Jahre  1329  zu  Pavia  zwischen  beiden
  Wittelsbachischen  Linien  abgeschlossenen  Theilungs=  und
Erbvertrage,  so  wie  nach  der  im  westphälischen  Frieden  bestimmten
  churpfälzischen  Erbfolge  in  Baiern  und  nach  mehreren
  zwischen  beiden  Linien  getroffenen  Hansverträgen,  allerdings
  der  Churfürst  von  der  Pfalz,  Carl  Theodor,  die  gegründetsten
  Ansprüche  auf  die  Erbfolge  besaß,  indem  er  mit  dem
Verstorbenen  einen  gemeinschaftlichen  Stammvater  an  dem
Pfalzgrafen  Otto  von  Wittelsbach  hatte;  so  erhob  dennoch
Oesterreich,  auf  Gründe  gestützt,  die  freilich  nicht  die  größte
Haltbarkeit  besaßen,  sehr  ernsthafte  Ansprüche  und  leitete
dieselben  so  nachdrücklich  ein,  daß  noch  vor  Maximilian  Joseph's
  Tode  ein  österreichischer  Heerhaufe  sich  an  der  Gränze
zusammenzog  und,  nach  Carl  Theodors  Besitznahme,  Niederbalern
  besetzte,  waͤhrend  ein  anderer  gegen  die  Oberpfalz  losbrach,
  indem  Oesterreich  nicht  nur  auf  Niederbaiern,  sondern
  auch  auf  mehrere  bdhmische  Lehen  in  der  Oberpfalz  und
auf  die  Herrschaft  Mindelheim  Ansprüche  machte.  Seltsam
genug  war  Carl  Theodor's  Verlangen  nach  dem  so  wischtigen
  baierschen  Besitz  sehr  lau,  daher  schloß  schon  am  5.  Januar
  1778  sein  Abgeordneter  zu  Wien  mit  dem  Fürsten
Kaunit  eine  Convention  ab,  in  welcher  der  kinderlose  Carl