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Dritte  Abtheilung.

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Sachsen  unter  dem  fremden  Gouvernement.  Wiener
  Congreß  und  Friede.  1813  —  1815.

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Leipzigs  blutgetränkter  Boden  war  das  Grab  französischer
Machtherrschaft  über  Deutschland  geworden.  Ein  großer,
siegesherrlicher  Erfolg,  aber  für  Sachsen  vor  der  Hand  der
Anlaß  trostloser  Verzweiflung!  Hineingerissen  in  das  Verderben
seines  besiegten  Bundesgenossen,  gleichsam  mit  ihm  geächtet
und  zur  Heerstraße  des  ungeheuern  Kampfes  ausersehen,
befand  sich  das  unglückliche  Land  in  einem  entsetzlichen  Gewirr
  auferlegter  Leiden  und  ewig  sich  erneuender  Gefahren,
die  sein  König,  gefangen  und  ungewiß  über  sein  Schicksal,
nicht  einmal  mit  ihm  theilen  konnte.  Hoffnungslose  Erschopfung
  schlich  durch  alle  Pulse  seines  Staatslebens;  Leipzig
  schwamm  noch  in  Blut,  rauchende  Trümmer  feierten
düster  die  neue  Aera,  welche  über  die  Erde  heraufsteigen
sollte;  Dresden  war  noch  in  der  Gewalt  der  Franzosen,  die,
von  allen  Seiten  bedroht  und  angegriffen,  in  wilder  Angst
gegen  den  eignen  Bundesgenossen  wütheten,  der  sie  nicht  mehr
zu  unterstützen  vermochte.  Hunger,  Armuth,  Krankheit,  das
Menschenelend  in  seinem  vollsten,  gräßlichsten  Farbenreichthume
  lagerte  sich  über  das  todeswunde  Land;  die  Rüstungen,
  Verpflegungen  und  Requisitionen  hatten  vom  1.  Januar
  1813  bis  15.  Juli  1814  nicht  weniger  als  67  Millionen
  Thaler  betragen.  Dabei  lagen  die  Felder  verwüstet,
die  Familien  waren  verwalst,  die  Schulden  ausserordentlich