330  V.  C.  Schulgeld.

Höhe  des  jährlichen
Schulgeldes;  meist  sind

Höhe  des  jährlichen
Schulgeldes;  meist  sind

Auswärtige  24  .#  mehr.

|
Stast  nur  die  Vollanstelten  in  |  Staat  nur  die  Vollanstalten  in
Betracht  gezogen.  —  _  Betracht  gezogen.
15.  Schwarz.  oa  en  28.  Preußen  |  Vollanstalten  in  aorlin.  :  140,
urg-  B8B0  ,  sonst  meist  130  (oft  120,
Sondershausen  Klasse  IV,  III  100,  |  130)  Progymnasien,  Real-Klasse
  II,  I  120.  progymnasien:  100,  Real-Nichtvollanstalten:
  |  schulen  80.1)
120,  |
Ausländer  20  4  mehr.  |  24.  Beuß  4,  L.  in  VIII  100,
in
16.  Reuß  j.  L.  |  120,  Auswärtige  18  A.  mehr.  |  in  1  150
|

17.  Schaum-  Vollanstalten:
burg-Lippe  Klasse  VI,  V  80,  25.  Bremen  für  Unterklassen:  120,
Klasse  IV,  III  100,  für  Oberklassen:  150.
Klasse  II,  I  120.  Auswärtige  150,  200;  ın
Nichtvollanstalten:  Bremerhaven  und  Vege-80,
  100  sack  niedriger.
18.  Lippe  120  26.  Lübeck  |  160  .4,  an  der  Realschule
19.  Elsaß-  Vollanstalten:  120
othringen  80—120  j  für  alle  Kl]  d  -
Nichtvollanstalten:  27.  Hamburg  "unsien,  des  Realeyızan)
0—100  siums,  derOberrealschulen
192  4  und  für  die  Ober-20.
  Waldeck  130  klassen  der  Oberrealschule
u,  Pyrmont  in  Eimsbüttel;  für  die
Unter-  u.  Mittelklassen  der
21.  Oldenburg  130  letztgenannten  Oberreal--
  schule  und  für  alle  Klassen
22.  Mecklen  |  130,  dieser  Satz  nur  an  den  der  Realschulen  u.  Proburg-Scehwerin
  großherzogl.  Anstalten.  gymnasien  144  A.

Die  Tabelle  zeigt,  daß  im  Süden,  in  Bayern,  Württemberg,  Österreich,  Baden
der  Besuch  der  höheren  Schulen  erheblich  billiger  istals  im  Norden,  daß,  je  weiter  man
nsch  Norden  kommt,  die  Sätze  für  das  Schulgeld  immer  höher  werden,  in  Reuß  ä.  L.  150.#
für  Prima,  in  Preußen  mit  140  .4  in  Berlin  und  150  .4  für  das  Joschimsthalsche  Gymnasium,
160  4  in  Lübeck,  bis  es  dann  in  Hamburg  mit  192  4  seinen  Höhenpunkt  erreicht.  Befremdend
  muß  dabei  die  Erscheinung  wirken.  daß  eng  benachbarte  Staaten  so  weit  auseinandergehen:
  z.  B.  die  beiden  Schwesterstaaten  Mecklenburg,  von  denen  man  im  größeren  130  4,
im  kleineren  nur  100  .#  erhebt,  aber  such  in  den  thüringischen  Staaten  ist  die  Differenz
groß  genug:  100  K  in  Sachsen-Weimar,  120  4  in  Reuß  j.  L.,  150  4  sogar  in  Reuß  a.  L.

Ebenso  befremdend  wirkt  die  Tatsache,  daß  die  Staaten  "mit  niedrigem  Schulgeldsatz
Baden,  Bayern,  Österreich,  Württemberg  auch  die  niedrigsten  Gehälter  fiir  die  Oberlehrer
zahlen;  manche,  wie  z.  B.  Mecklenburg-Strelitz  mit  100  .4  Schulgeld  und  der  Gehalteskala
  von  3000—6000  #4,  machen  allerdings  eine  rühmliche  Ausnahme;  wie  weit  tatsächlich
der  zu  zahlende  Schulgeldsatz  für  die  Normierung  der  Gehälter  maßgebend  ist,  wie  viel  oder
wie  wenig  ein  jeder  Staat  nach  seinen  finanziellen  Kräften  überhaupt  dazu  beistenert,  werden
nur  diejenigen  beurteilen  können,  welche  die  Finanzen  verwalten.

Ebenso  lassen  wir  dahingestellt,  ob  es  sich  empfiehlt,  für  die  verschiedenen  Schulklassen
  eine  allmählich  nach  Prima  aufsteigende  Quote  zu  erheben,  mich  dünkt,  der  Unter-I)

  Am  Königl.  Joschimsthalschen  Gymnasium  150.  —  Auswärtige  oft  mehr,  so  an  den
Berliner  Realschulen  140.  —  Die  Klassen  VI—U]JI  der  Oberrealschulen  stehen  oft  im  Schulgeld
  gleich  den  betr.  Klassen  der  Realschulen,  erst  in  OII  und  I  wird  das  Schulgeld  der
Vollanstalten  erhoben.  —  Über  das  Schulgeld  in  und  um  Berlin  sche  man  Genaueres  nach
in  „Spruths  Berliner  Schulkalender  für  1905/6,  Führer  durch  die  höheren  Schulen  Berlins
und  seiner  Vororte“.  5.  Jahrgang.  [.  Ühmigkes  Verlag.  Berlin  SW.  12.