Friedrich  Wilhelm,

Kronprinz  des  Deutschen  Reiches  und  von
Preußen.

Die  glorreiche  Schlacht  von  Longwy,  die  als  leuchtende
Perle  in  der  Krone  unserer  Siege  weithin  erstrahlt  und  ihren
funkelnden  Glanz  ruhmverkündend  in  Hütten  und  Paläste
gießt,  hat  den  Kronprinzen  des  Deutschen  Reiches,  für  dessen
militärische  Tüchtigkeit  die  vielen  Jahre  goldenen  Friedens
nicht  den  richtigen  Prüfstein  geben  konnten,  mit  einem  Schlage
in  die  allererste  Reihe  unserer  deutschen  Heerführer  gestellt,  sie
hat  das  unbegrenzte  Vertrauen,  das  wir  ihm  als  dem  künftigen
Erben  des  Deutschen  Kaiserthrones  allzeit  aus  der  Tiefe  unseres
Herzens  heraus  schenkten,  durchaus  als  berechtigt  erwiesen,  sie
hat  schließlich  die  Liebe,  Treue  und  Anhänglichkeit  an  das  angestammte
  Herrscherhaus  gehoben,  gestählt  und  vertausendfacht.
Der  Tag  von  Longwy  bedeutet  eine  neue,  herrliche  Blüte  in  dem
knospenden  und  blühenden  Siegeskranz,  der  die  Geschichte  und
Geschicke  des  Deutschen  Reiches  ewig  schmückend  umrankt.  Hoch
gepriesen  und  gesegnet  wird  er  noch  in  späten  Zeiten  von  denen
sein,  die  uns  dereinst  um  das  Glück  beneiden  werden,  das  uns
gestattete,  jenen  Tag  in  ungetrübter  Freude  mitzuerleben.

Und  ein  ganz  neues,  verändertes  Bild  ersteht  nun  in  uns
von  dem  Kronprinzen,  dessen  anmutig-heiteres  Wesen  seine
Volkstümlichkeit  aufbauen  half,  und  dessen  wiederholtes  Hervortreten
  in  der  Oeffentlichkeit  ihn  als  eine  Persönlichkeit  erscheinen
  ließ,  deren  Tun  und  Lassen  fast  ausschließlich  das  Produkt
  einer  überaus  starken  Impulsivität  zu  sein  schien.  Heute,  da