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er  als  Führer  einer  stolzen  und  siegreich  operierenden  Armee  in
unseren  Bannkreis  getreten  ist,  drängt  sich  uns  mit  überwältigender
  Wucht  die  Ueberzeugung  auf,  daß  der  Ernst  der  Stunde
in  ihm  auch  den  Ernst  des  Mannes  gefunden  hat.  Und  was
andere  Stützen  der  Armee  an  Alter  und  Erfahrungen  ihm  voraus
  haben,  das  macht  er  durch  seinen  unbezähmbaren  Ehrgeiz
  und  unaufhaltsam  dahinstürmenden  Tatendrang  wett.  Die
Hoffnungen,  die  sich  an  ihn  bisher  geknüpft  hatten,  ohne  daß
sie  ihre  Berechtigung  noch  hätten  erweisen  können,  haben  sich
nicht  als  trügerisch  gezeigt.  Und  wenn  der  nachmalige  Erbe
des  Deutschen  Kaiserthrones  einmal  das  Wort  geprägt  hat:
„Nur  auf  das  gute  Schwert  gestützt,  können  wir  den  Platz  an
der  Sonne  erhalten,  der  uns  zusteht,  aber  nicht  freiwillig  eingeräumt
  wird“,  so  hat  der  ruhmreiche  Tag  von  Longwy  den
von  uns  allen  so  heiß  ersehnten  Beweis  dafür  erbracht,  daß
jenes  Wort  von  damals  tief  empfunden  und  nicht  nur  frei  erdacht
  war.  Und  wenn  Kronprinz  Wilhelm  ferner  bei  der  gleichen
  Gelegenheit  seiner  Ueberzeugung  dahin  Ausdruck  verlieh,
daß  das  Schwert  bis  zum  Niedergang  der  Welt  immer  der
letzten  Endes  ausschlaggebende  Faktor  sein  und  bleiben  werde,
so  hat  auch  diese  Ueberzeugung  dem  Thronfolger  den  Weg  gezeigt,
  der  eingeschlagen  werden  muß,  den  Weg  zum  Sieg.
Kronprinz  Friedrich  Wilhelm,  der  erst  am  6.  Mai  das  32.
Lebensjahr  vollendet  hat,  trat  schon  im  Alter  von  zehn  Jahren
im  1.  Garderegiment  zu  Fuß  in  die  Armee  ein.  Am  18.  April
des  Jahres  1896  kam  er  zusammen  mit  seinem  jüngeren  Bruder
  Eitel  Friedrich  in  das  Kadettenkorps  zu  Plön,  das  er  bis
zu  seinem  18.  Geburtstage,  an  welchem  Tage  er  den  Fahneneid
  ablegte,  besuchte.  An  dem  feierlichen  Akt  der  Großjährigkeitserklärung,
  welches  Ereignis  im  ganzen  Deutschen  Reiche
festlich  begangen  wurde,  nahmen  außer  dem  Kaiser  Franz
Josef,  der  persönlich  aus  diesem  Anlaß  nach  Berlin  gekommen
war,  Vertreter  sämtlicher  europäischer  Höfe  teil.  Der  Kaiser
stellte  ihn  à  la  suite  des  Grenadierregiments  Nr.  1.  Als  Kronprinz
  Wilhelm  wenige  Tage  später  die  Offiziersprüfung  ab-