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gelegt  hatte,  konnte  er  am  31.  Mai  des  Jahres  1900  zum
aktiven  Dienst  in  das  1.  Garderegiment  zu  Fuß  eintreten.
Nachdem  der  Kronprinz  am  14.  April  1901  dem  verbündeten
Kaiser  in  Wien  einen  Dankbesuch  abgestattet  hatte,  erfolgte  in
Anwesenheit  des  Kaisers  Wilhelm  am  24.  April  seine  Immatrikulation
  in  der  juristischen  Fakultät  der  Universität  in  Bonn,
wo  er  nach  althergebrachter  Sitte  als  Konkneipant  dem  Korps
Borussia  angehörte.  Bis  zum  Februar  1903  blieb  Kronprinz
Wilhelm  mit  kurzen  Unterbrechungen  in  Bonn.  Am  2.  März
trat  er  dann  mit  dem  Prinzen  Eitel  Friedrich  eine  Reise  nach
dem  Orient  an,  die  ihn  durch  Aegypten,  Palästina  und  Kleinasien
  auch  nach  der  Hauptstadt  des  türkischen  Reiches  führte.
Mit  großer  Besorgnis  hatte  man  in  der  Heimat  die  Nachricht
vernommen,  daß  er  in  Aegypten  an  Masern  erkrankt  sei,  und
allerseits  erweckte  es  Freude,  als  die  Kunde  von  seiner  raschen
Genesung  hier  verbreitet  wurde.  Nachdem  der  Kronprinz  schon
im  Jahre  1900  Oberleutnant  geworden  war,  rückte  er  am
18.  September  1903  zum  Hauptmann  auf,  in  welcher  Eigenschaft
  er  ebenso  wie  seinerzeit  sein  Vater  die  2.  Kompagnie  des
1.  Garderegiments  als  Kompagniechef  befehligte.

Am  4.  September  des  Jahres  1904  verlobte  sich  Kronprinz
  Wilhelm  mit  Cecilie,  Herzogin  zu  Mecklenburg-Schwerin,
mit  der  er  sich  neun  Monate  später,  am  6.  Juni  des  folgenden
Jahres,  vermählte.  Die  lieblich  ungezwungene  Art,  mit  der
sich  die  junge  Kronprinzessin  gab,  machte  sie  binnen  kurzer
Zeit  zum  Liebling  des  deutschen  Volkes.  Man  huldigte  ihr,
wo  immer  man  sie  sah.  Ihr  stets  freundliches  Wesen  ließ  ihre
Schönheit  noch  mehr  zur  Geltung  kommen.  Ihre  sonnige
Lieblichkeit,  ihre  Anmut  und  Jovialität  haben  viel  zur  Beliebtheit
  des  überall  geliebten  Kronprinzenpaares  beigetragen.

Bis  nach  dem  Manöover  des  Jahres  1905  verblieb  der
Kronprinz  als  Kommandeur  der  2.  Kompagnie  des  1.  Garderegiments.
  Dann  wurde  er  zur  Dienstleistung  als  Rittmeister
zum  Regiment  der  Gardes  du  Corps  kommandiert.  Im  Oktober
  desselben  Jahres  wurde  er  à  la  suite  des  Kürassierregi-