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1.  Bataillon  des  ersten  Garderegiments  zu  Fuß,  von  welchem
Kommando  er  erst  am  15.  September  1911  schied.  Während
dieser  Zeit  wurde  ihm  am  30.  September  1909  ein  dritter
Sohn,  Hubertus,  geboren.  Am  28.  Mai  des  Jahres  1910
erschien  im  Reichsanzeiger  eine  Kundmachung,  in  welcher  der
Kaiser  für  die  Dauer  seiner  Erkrankung  den  Kronprinzen  beauftragte,
  diejenigen  Schriftstücke,  die  ihm  der  Kaiser  zu  diesem
Zwecke  zugehen  läßt,  zu  unterzeichnen.  Als  drei  Tage  später
die  Frühjahrsparade  in  Potsdam  stattfand,  nahm  diese  der
Kronprinz  ab.  Der  nächste  Tag  versetzte  das  Berliner  Publikum
  dadurch  in  ungeheure  Erregung,  daß  während  der  Rückkehr
  des  Kronprinzen  von  der  Parade  auf  dem  Tempelhofer
Feld  ein  geisteskranker  Russe  eine  Konservenbüchse  gegen  den
Kronprinzen  schleuderte.

Eine  bedeutungsvolle  Rede  hielt  Kronprinz  Wilhelm  am
23.  August  bei  seiner  Investitur  zum  Rector  magnificentissimus
  der  Königsberger  Universität.  Die  große  Reise,  die
das  Kronprinzenpaar  am  2.  November  nach  Ostasien  antrat,
erfuhr  am  31.  Januar  1911  ihren  jähen  Abschluß  in  Kalkutta
wegen  der  in  Ostasien  stark  um  sich  greifenden  Pest.  Auf  der
Rückreise  von  dort  hielt  sich  das  Kronprinzenpaar  einige  Tage
lang  in  Rom  zum  Besuche  des  italienischen  Königspaares  auf
und  traf  dann  am  11.  April  wieder  in  Berlin  ein.  In  dem
gleichen  Jahre  besuchte  das  Kronprinzenpaar  Petersburg  und
London.  Nach  seiner  am  1.  Juli  1911  erfolgten  Rückkunft  aus
London  ging  der  Kronprinz  nach  Langfuhr,  wo  er  das  Kommando
  des  ersten  Leibhusarenregiments  Nr.  9  übernahm.  Als
während  der  Novembertage  des  Jahres  1911  im  Reichstag  der
Marokkovertrag  zur  Debatte  stand,  erschien  ganz  unerwartet
am  9.  November  der  Kronprinz  in  der  Hofloge.  Während  der
Rede  des  konservativen  Führers  von  Heydebrand,  der  den
Reichskanzler  damals  in  der  schärfsten  Weise  angriff,  nickte  der
Kronprinz  wiederholt  Beifall,  was  in  der  Presse  des  In=  und
Auslandes  Anlaß  zu  lebhaften  Erörterungen  gab.  Am  19.  Dezember
  kam  sein  jüngster  Sohn  Friedrich  zur  Welt.