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Staatsdienst  austrat,  um  sich  fortan  nur  mehr  der  Bewirtschaftung
  seiner  ausgedehnten  und  blühenden  Güter  in  Ostpreußen  zu
widmen.  Nachdem  er  sich  mit  Franziska  von  Rosenberg  vermählt
  hatte,  zog  er  sich  auf  sein  Rittergut  Dzwiersno,  das  im
Kreise  Thorn  liegt,  zurück  und  nahm  die  auf  seinem  Gute
liegende  geräumige  Burg  Belchau  zu  seinem  ständigen  Wohnsitz.
  Die  beiden  Söhne  Eugen  und  Erich  wurden  im  Kadettenkorps
  erzogen  und  erhielten  dort  die  Anfänge  ihrer  militärischen
  Ausbildung.  Während  Eugen,  der  ältere  der  beiden
Brüder,  schon  im  Alter  von  17  Jahren  als  Fähnrich  die  ruhmreichen
  Schlachten  des  Krieges  von  1870-71  mitmachen  konnte,
kam  Erich  von  Falkenhayn  am  17.  April  des  Jahres  1880,
also  im  Alter  von  18/  Jahren,  als  Leutnant  nach  Oldenburg,
wo  er  dem  Infanterieregiment  Nr.  91  angehörte.  Seine  vorzüglichen
  Charaktereigenschaften  sowie  seine  hervorragenden
militärischen  Kenntnisse  brachten  es  mit  sich,  daß  seine  Vorgesetzten
  auf  ihn  besonders  aufmerksam  wurden,  und  der  junge
Leutnant  schon  nach  kurzer  Zeit  Bataillonsadjutant  wurde
und  bald  hernach  zum  Bezirksadjutanten  aufrückte.  Im
Jahre  1887  wurde  Erich  von  Falkenhayn  von  Oldenburg  abgerufen
  und  zur  Kriegsakademie  kommandiert.  Drei  Jahre
später  sehen  wir  ihn  bereits  wieder  bei  seinem  Oldenburger
Regiment,  nachdem  er  auf  der  Kriegsakademie  sich  vorzüglich
bewährt  hatte.

Falkenhayns  ausgezeichnete  Fähigkeiten,  die  ihn  für  bedeutende
  Stellungen  im  Heeresverband  gceignet  erscheinen
ließen,  brachten  es  mit  sich,  daß  er  noch  im  Jahre  1890  nach
Berlin  berufen  wurde,  um  seine  Dienste  dem  Generalstabe
zur  Verfügung  zu  stellen.  In  verhältnismäßig  jungen  Jahren
—  er  war  erst  32  Jahre  alt  —  wurde  Erich  von  Falkenhayn
zum  Hauptmann  befördert  und  in  den  Großen  Generalstab
eingereiht.  In  rascher  Aufeinanderfolge  sehen  wir  nun  den
ebenso  begabten  wie  beliebten  Offizier  die  Stufenleiter  der
Offizierchargen  emporsteigen.  Schon  im  Jahre  1894  wird
Falkenhayn  Generalstabsoffizier  beim  IX.  Armeekorps  und

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