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schließlich  im  darauffolgenden  Jahre  solche  Dimensionen  annahm,
  daß  die  Entsendung  eines  deutschen  Expeditionskorps
sich  als  notwendig  herausstellte,  wurde  Falkenhayn,  der  in
seiner  Eigenschaft  als  deutscher  Instruktionsoffizier  in  China
Land  und  Leute  gut  kennen  gelernt  hatte,  in  den  Generalstab
des  ostasiatischen  Expeditionskorps  berufen.  Fast  an  sämtlichen
  18  Gefechten  der  deutschen  Truppen  gegen  die  regulären
chinesischen  Truppen  und  an  den  15  größeren  Kämpfen  gegen
die  Boxer  nahm  Erich  von  Falkenhayn  aktiv  teil.  In  allen
diesen  Gefechten  erwies  sich  Falkenhayn  als  ein  Offizier,  der  in
ganz  hervorragender  Weise  mit  Kaltblütigkeit  und  klarer  Entschlossenheit
  begabt  ist.  Der  Mut  und  die  Ausdauer  unserer
braven  Soldaten  und  Offiziere  brachte  den  deutschen  Waffen
bald  auch  den  gewünschten  Erfolg,  und  die  schmähliche  Ermordung
  unseres  Gesandten  von  Ketteler  hatte  ihre  Sühne  gefunden.
  Im  Juni  des  Jahres  1901,  gerade  ein  Jahr  nachdem
  der  Aufstand  mit  der  Ermordung  Kettelers  seinen  Höhepunkt
  erreicht  hatte,  konnte  das  deutsche  Expeditionskorps  aufgelöst
  und  in  seinen  Hauptteilen  wieder  nach  der  Heimat  zurückbeordert
  werden.  Der  Besatzungsbrigade  aber,  die  in  Chinazurückblieb,
  wurde  Falkenhayn  als  Generalstabsoffizier  beigegeben.
  Erst  im  Jahre  1903  trat  der  so  erfolgreiche  Offizier
seine  Heimreise  aus  dem  fernen  Osten  an.  Noch  heute  trägt
Erich  von  Falkenhayn  mit  besonderem  Stolz  die  von  Kaiser
Wilhelm  im  Mai  des  Jahres  1901  gestiftete  „Denkmünze  für
die  an  den  kriegerischen  Ereignissen  in  Ostasien  beteiligt  gewesenen
  deutschen  Streitkräfte“.  Da  diese  Denkmünze  alle
Teilnehmer  der  Expedition  erhielten,  der  Kaiser  aber  die  Verdienste
  Falkenhayns  besonders  anerkannt  und  belohnt  wissen
wollte,  zeichnete  er  seinen  tüchtigen  Offizier  durch  die  Verleihung
  des  Kronenordens  „mit  den  Schwertern“  aus.  Falkenhayn
  wurde  nun  sofort  in  Braunschweig  Bataillonskommandeur
  beim  92.  Infanterieregiment,  avancierte  schon  zwei  Jahre
darauf  zum  Oberstleutnant  und  wurde  zugleich  Abteilungschef
im  Großen  Generalstab.  Im  Jahre  1906  ist  er,  obwohl  er  erst