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45  Jahre  zählt,  bereits  an  der  Spitze  des  Generalstabs  des
XVI.  Armeekorps  in  Metz,  im  Januar  1911  Kommandeur
des  4.  Garderegiments  zu  Fuß  und  genau  ein  Jahr  später
Chef  des  Generalstabs  des  IV.  Armeekorps  in  Magdeburg.
Nachdem  Falkenhayn  noch  im  selben  Jahre  zum  Generalmajor
avanciert  war,  und  Herr  von  Heeringen  am  4.  Juli  1913  von
seinem  Amt  als  preußischer  Kriegsminister  zurückgetreten  war,
ernannte  drei  Tage  später  der  Kaiser  den  noch  nicht  ganz  52
Jahre  alten  Generalmajor  Erich  von  Falkenhayn  zum  preußischen
  Kriegsminister.

Der  militärische  Werdegang  Erich  von  Falkenhayns  war
eine  ununterbrochene  Kette  wachsender  Vertrauenskundgebungen
  von  seiten  der  Vorgesetzten,  Beweise  des  Vertrauens,
die  schließlich  in  der  Ernennung  zum  preußischen  Kriegsminister
ihren  weithin  sichtbaren  Höhepunkt  fanden.  Alles  in  allem  genommen
  ist  dieser  Werdegang  ein  schlagender  Beweis  für  die
Anerkennung,  die  Falkenhayns  Tüchtigkeit  und  hervorragende
militärische  Fähigkeiten  bei  allen  Vorgesetzten  bis  zum  obersten
Kriegsherrn  hinauf  fanden.  Die  höchste  verantwortliche  Stelle
innerhalb  der  Armee  erfordert  aber  nicht  nur  den  letzten  Grad
militärischer  Tüchtigkeit,  sondern  auch  eine  ganze  Reihe  anderer
Eigenschaften,  die  Erich  von  Falkenhayn  tatsächlich  auch  in
hohem  Maße  zu  besitzen  scheint.  Durch  seine  Tätigkeit  im  Deutschen
  Reichstag,  wo  ihm  wiederholt  Gelegenheit  geboten  war,  in
die  Debatten  einzugreifen,  hat  er  in  seiner  Eigenschaft  als
preußischer  Kriegsminister  die  besten  Beweise  dafür  geliefert,
daß  er  der  höchsten  Vertrauensstelle  und  zugleich  des  verantwortungsvollsten
  Postens  in  jeder  Weise  durchaus  würdig  war.

Drei  Tage  nach  dem  Rücktritt  Heeringens  war  Generalmajor
  Erich  von  Falkenhayn  am  7.  Juli  1913  vom  Kaiser
zum  preußischen  Kriegsminister  ernannt  worden.  Während
der  Beratung  über  das  Spionagegesetz,  die  gegen  Ende  November
  desselben  Jahres  im  Reichstage  vor  sich  ging,  hatte  Kriegsminister
  von  Falkenhayn  zum  erstenmal  Gelegenheit,  vor  der
deutschen  Volksvertretung  das  Wort  zu  ergreifen  und  sich  selbst