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einzuführen.  Am  26.  November  1913,  als  der  Reichstag  über
das  Gesetz  gegen  den  Verrat  militärischer  Geheimnisse  in  erster
Lesung  beriet,  erhob  sich  der  Kriegsminister  nach  einer  Rede
des  Staatssekretärs  des  Reichsjustizamts  Dr.  Lisco,  um  die
Forderungen  der  Heeresverwaltung  zu  dem  in  Beratung  stehenden
  neuen  Gesetz  ausführlich  klarzulegen.  Aus  den  ersten
Worten  seiner  Rede  sprach  die  Bescheidenheit  eines  Mannes,  der
von  seiner  großen  Aufgabe  vollauf  erfüllt  ist  und  Selbstachtung
keineswegs  missen  läßt.  Er  sagte:  „Die  Möglichkeit,  die  sich
mir  bietet,  heute  einige  Worte  an  das  Hohe  Haus  zu  richten,
benutze  ich  um  so  lieber,  als  mir  dadurch  gleichzeitig  Gelegenheit
  gegeben  wird,  mich,  nachdem  ich  durch  Seine  Majestät  den
Kaiser  und  König  auf  meinen  Posten  berufen  worden  bin,
schon  jetzt  hier  einzuführen.  Ich  kann  dies  tun,  ohne  befürchten
  zu  müssen,  daß  ich  die  Arbeiten  des  Hohen  Hauses  dadurch
wesentlich  verzögern  werde,  denn  eine  lange  Programmentwicklung
  habe  ich  nicht  zu  halten.“  Die  wenigen  Worte,  in  die
Herr  von  Falkenhayn  nun  sein  Programm  kleidete,  waren  inhaltsreicher
  und  von  größerer  Schlagkraft,  als  dies  vielleicht
lange  und  ausführliche  Darlegungen  gewesen  wären.  Als
konzilianter  Mensch,  der  immer  mit  der  Zeit  gegangen  ist  und
nicht  unbedingt  das  Alte,  Erprobte  für  gut,  das  Neue  und
Moderne  für  schlecht  hält,  entpuppte  sich  im  weiteren  Verlauf
seiner  Rede  der  neue  Kriegsminister.  „Das  Programm“,
führte  Herr  von  Falkenhayn  aus,  „nach  dem  der  Kriegsminister
des  Königs  von  Preußen  auch  als  Bevollmächtigter  zum  Bundesrat
  zu  handeln  hat,  ist  vollständig  enthalten  in  seiner  Aufgabe,
  die  mächtige  Waffe,  die  die  Armee  in  der  Hand  des
Obersten  Kriegsherrn  bildet,  scharf  und  schlagbereit  gegen  jeden
Feind  zu  halten.  (Beifall  rechts.)  Soweit  sich  mit  dieser  Aufgabe
  die  innerhalb  oder  außerhalb  des  Hauses  an  mich  herantretenden
  Anregungen  und  Vorschläge,  Forderungen  und
Wünsche  vertragen  —  je  moderner  sie  sein  sollten,  um  so  lieber
werden  sie  mir  sein  —,  werden  Sie  mich  stets  bereit  finden,
dankbar  darauf  einzugehen“.  Hatte  der  Kriegsminister  mit