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in  Zabern  abgespielt  und  zu  den  bekannten  unerfreulichen  Debatten
  im  Deutschen  Reichstage  geführt  hatten.  Am  28.  November
  1913  mußte  Herr  von  Falkenhayn  zum  erstenmal  anläßlich
  einer  „kleinen  Anfrage“  des  elsässischen  Abgeordneten
Thumann  zum  Zaberner  Zwischenfall  das  Wort  ergreifen.  Er
konnte  sich  damals  um  so  eher  kurz  fassen,  als  die  Untersuchung
der  ganzen  Affäre  noch  nicht  abgeschlossen  war.  Dennoch  war
nun  der  Kriegsminister  der  Zielpunkt  heftiger  Angriffe,  die  besonders
  aus  dem  Lager  der  Sozialdemokratie  mit  ungeheurer
Vehemenz  geführt  wurden.  Zentrum  und  Freisinn  stimmten
wiederholt  in  diesen  Chorus  ein,  und  selbst  von  nationalliberaler
Seite  konnte  dem  Kriegsminister  mancher  Vorwurf  nicht  erspart
  bleiben.  Des  Kriegsministers  Pflichteifer,  parlamentarische
  Gewandtheit  und  Schlagfertigkeit  fanden  in  der  Reichstagssitzung
  vom  3.  Dezember  lebhaften  Ausdruck,  als  Herr  von
Falkenhayn  anläßlich  der  erneuten  Interpellationen  über  die
Vorgänge  in  Zabern  in  einer  und  derselben  Sitzung  dreimal
das  Wort  ergriff.  In  ruhiger,  sachlicher  Form  versuchte  er
erst  die  Vorwürfe,  die  gegen  die  Heeresverwaltung  erhoben
wurden,  zurückzuweisen,  und  schlug  erst  eine  schärfere  Tonart
an,  als  die  Angriffe  immer  heftiger  wurden  und  schließlich
gleich  unzähligen  Pfeilschüssen  auf  ihn  losstürmten.  Aber  auch
in  diesen  für  ihn  so  schweren  Stunden  wich  er  um  keinen  Zoll
von  seiner  Ueberzeugung  zurück  und  machte  seinem  Gegner
keine  Konzessionen.  Als  seine  Ausführungen  immer  und  immer
  wieder  unterbrochen  wurden,  sagte  er  mit  einer  Ruhe,  die
frei  von  jeder  Pose  war:  „Meine  Herren,  ich  sage  doch  nur
meine  Meinung,  dazu  bin  ich  doch  verpflichtet.“  Und  gleich
darauf  fielen  die  denkwürdigen  Worte:  „Es  ist  in  den  Reden
der  Herren  Interpellanten  viel  die  Rede  von  der  Notwendigkeit
  der  Wahrung  der  Volksrechte.  Ich  bin  ganz  gewiß  derselben
  Auffassung.  Die  Armee  ist  bekanntlich  ein  Teil  des
Volkes  und  wahrlich  nicht  der  unwichtigste,  was  die  unbestreitbare
  Tatsache  beweist,  daß  ohne  die  Armee  nicht  ein  Teil  dieser
stolzen  Mauern  hier  stände,  kein  Arbeiter  könnte  sein  Brot  im