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Hellmut  Johannes  Ludwig  v.  Moltke,

Generaloberst  und  Chef  des  Großen
Generalstabes.

Kein  Name  eines  deutschen  Offiziers  könnte  in  einem
Kriege  gegen  Frankreich  beliebter  sein  und  stärker  zum  Volke
sprechen  als  der  eines  Moltke,  denn  was  Kaiser  und  Reich  dem
alten  Generalfeldmarschall  Helmuth  Grafen  von  Moltke  zu
verdanken  haben,  ist  dem  deutschen  Volke  längst  in  Fleisch
und  Blut  übergegangen,  und  so  blicken  wir  denn  voll  fester  Zuversicht
  auf  den  Neffen  jenes  Grafen  von  Moltke,  den  Chef
unseres  Generalstabes,  in  dessen  Hände  augenblicklich  das
Schicksal  des  Reiches  gelegt  zu  sein  scheint.

Die  Wiege  unseres  Generalstabschefs  Hellmut  Johannes
Ludwig  von  Moltke,  der  während  der  sturmbewegten  Tage  des
Jahres  1848  am  23.  Mai  geboren  ward,  stand  in  dem  in
Mecklenburg-Schwerin  gelegenen  Orte  Gersdorf.  Er  war  der
zweite  Sohn  des  einzigen  Bruders  des  preußischen  Generalfeldmarschalls
  Grafen  von  Moltke.  Sein  Vater  Adolf  von
Moltke,  der  mit  einer  geborenen  von  Krohn  vermählt  war,
wirkte  im  preußischen  Verwaltungsdienst  als  Landrat  und  starb
im  Jahre  1871.  Seine  Mutter  überlebte  ihren  Gatten  um
über  30  Jahre.  Sie  starb  hochbetagt  am  9.  Juni  des  Jahres
1902.  Der  Grafentitel  des  Feldmarschalls  war  auf  Wilhelm,
den  erstgeborenen  Sohn  Adolf  von  Moltkes,  übergegangen,  auch
fiel  ihm  das  Fideikommiß  Creisau  zu,  das  am  1.  August  des
Jahres  1867  von  General  von  Moltke,  dem  Oheim  des  jetzigen
Generalstabschefs,  gekauft  worden  war.  Die  drei  zusammen-