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gehörigen  Rittergüter  Creisau,  Gräditz  und  Wierischau,  die  bis
dahin  einer  verwitweten  Frau  von  Dresky  gehört  hatten,
liegen  in  der  Nähe  von  Schweidnitz  zwischen  der  Hohen
Eule  und  dem  Zobtenberg.  Heute  stehen  diese  Güter  im
Eigentum  des  dritten  Grafen  von  Moltke,  eines  Sohnes  des
Grafen  Wilhelm  von  Moltke,  der  im  Jahre  1905  als  Kommandeur
  der  20.  Division  in  Hannover  starb.  Der  junge  Graf  von
Moltke  ist  mit  der  englischen  Südafrikanerin  Dorothy  Rose
Innes  verheiratet.  Ueber  die  weiter  zurückliegende  Geschichte
derer  von  Moltke  berichtet  der  alte  Feldmarschall  in  einer  im
Jahre  1866  kurz  nach  Beendigung  des  Feldzuges  verfaßten
Selbstbiographie  u.  a.  folgendes:  „Meine  Familie  ist  eine  altmecklenburgische.
  Das  Gut  Samow  bei  Ribnitz  vererbte  in
derselben,  ohne  Majorat  zu  sein,  durch  Jahrhunderte  bis  auf
meinen  Großvater.  Mein  Vater  diente  im  Regiment  Möllendorf
  und  kaufte  dann  Grundbesitz  in  Holstein  an.  So  bin  ich
zwar  noch  in  Mecklenburg  am  26.  Oktober  1800  geboren,  aber
in  Holstein  aufgewachsen.“

Hellmut  Johannes  Ludwig  von  Moltke  erhielt  seine  Schulbildung
  zunächst  auf  dem  Realgymnasium,  nach  dessen  Absolvierung
  er  als  Junker  in  das  Füsilierregiment  Nr.  86,  das  damals
  in  Flensburg  stand,  eintrat.  Während  des  Feldzuges
gegen  Frankreich,  den  er  mitzumachen  Gelegenheit  hatte,  wurde
er  Leutnant.  Unmittelbar  nach  Beendigung  des  Krieges  kam
er  zu  dem  in  Liegnitz  stehenden  Königs-Grenadierregiment
Nr.  7,  und  schon  kurze  Zeit  darauf  im  Jahre  1872  zum
1.  Garderegiment  zu  Fuß.  Während  der  Jahre  1876  bis  1879
oblag  er  eifrigen  Studien  auf  der  Kriegsakademie,  während
welcher  Zeit  (1877)  er  auch  Premierleutnant  wurde.  Ein  Jahr
lang  war  der  junge  Moltke  beim  Großen  Generalstab  tätig,  wo
er  im  Jahre  1881  zum  Hauptmann  aufrückte.

Eine  bedeutsame  Wendung  im  Werdegang  des  ehrgeizigen
Offiziers  trat  ein,  als  er  im  Jahre  1882  zweiter  Adjutant  bei
seinem  Onkel,  dem  Feldmarschall  Grafen  Moltke  wurde.  Er
behielt  diese  bevorzugte  Stellung  auch  bei,  als  der  alte  Feld-