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marschall  im  Jahre  1888  auf  seine  dringenden  Bitten  hin  von
der  Stellung  als  Chef  des  Generalstabes  der  Armee  entbunden
und  ihm  die  Stellung  als  Präses  der  Landesverteidigungskommission
  vom  Kaiser  übertragen  wurde.  Aus  dieser  Zeit
liegt  folgender  interessanter  Brief  vor,  den  ich  dem  Werke  „Graf
von  Moltke,  Zur  Lebensgeschichte“,  entnehme:

„Creisau,  den  12.  August  1888.

Allerdurchlauchtigster,  Großmächtigster  Kaiser  und  König,
Allergnädigster  Kaiser,  König  und  Herr!

Euer  Majestät  haben  mein  allerunterthänigstes  Gesuch
in  so  huldvoller  Weise  genehmigt,  daß  mir  die  Worte  fehlen,
  um  meinen  innigen  Dank  auszusprechen.  Es  macht
mich  glücklich,  Euer  Majestät  in  einer  neuen,  ehrenvollen
Stellung  noch  ferner  dienen  zu  dürfen,  und  bitte  ich,  mir
in  derselben  meinen  bisherigen  Adjutanten,  den  Hauptmann
  von  Moltke  vom  Generalstab,  belassen  zu  wollen.

Die  gnädige  Kabinetts-Ordre  vom  10.  d.  M.  wird  in
meiner  Familie  als  ein  unschätzbares  Andenken  aufbewahrt
  werden,  und  in  unwandelbarer  Treue  und  tiefster
Erfurcht  verharre  ich

Euer  Kaiserlichen  und  Königlichen  Majestät
allerunterthänigster  Diener

Gr.  Moltke,  Feldmarschall.“

Während  seiner  Tätigkeit  als  Adjutant  des  alten  Feldmarschalls,
  in  welcher  Stellung  er  bis  zum  Tode  seines  Onkels
(24.  April  1891)  blieb,  avancierte  von  Moltke  im  Jahre  1888
zum  Major,  nachdem  er  kurze  Zeit  zuvor  ein  Kommando  beim
zweiten  Garde-Regiment  zu  Fuß  innegehabt  hatte.  Dies  war
die  einzige  Unterbrechung  der  neunjährigen  Adjutantentätigkeit
  Moltkes.  Daß  der  junge  Hauptmann,  der  sich  in  der  steten
Umgebung  des  alten  und  mit  der  größten  Erfahrung  ausgerüsteten
  Feldmarschalls  befand,  in  dieser  Stellung  die  denkbar