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beste  Schule  für  seine  künftige  große  militärische  Karriere  hatte,
bedarf  wohl  keiner  besonderen  Erklärung.  Und  da  zu  dem  Dienstverhältnis,
  in  dem  der  junge  von  Moltke  zu  dem  alten  Feldmarschall
  stand,  auch  das  verwandtschaftliche  Verhältnis,  das  ein
besonders  herzliches,  liebevolles  und  trautes  gewesen  war,  hinzukam,
  so  kann  man  wohl  annehmen,  daß  der  junge  lern=  und
wißbegierige  Offizier  aus  den  Erfahrungen  und  umfassenden
Kenntnissen  seines  Oheims  allen  nur  denkbaren  Nutzen  für  sein
militärisches  Weiterkommen  zog.  Mit  den  Gefühlen  tiefster
Verehrung,  soldatischer  Treue  und  fast  kindlicher  Anhänglichkeit
  begleitete  von  Moltke  alle  Lebensregungen  des  gräflichen
Oheims  bis  zu  dessen  letztem  Atemzuge.  Major  Hellmut  Johannes
  Ludwig  von  Moltke  war  es,  der  am  24.  April  des
Jahres  1891  seinem  erhabenen  Vorbild,  dem  Generalfeldmarschall
  Grafen  Moltke  in  dessen  Sterbestunde  die  Augen  zudrücken
durfte.  Wie  er  und  seine  Gattin  Liza  noch  bemüht  waren,
das  fliehende  Leben  des  Sterbenden  hinzuhalten,  schildert  er  in
packender  und  anschaulicher  Weise.  Das  Todesbild,  das  er  von
dem  großen  Generalfeldmarschall  entwirft,  schließt  wie  folgt:
„Er  hat,  soweit  es  Menschen  beurteilen  können,  keinen  schweren
letzten  Kampf  gekämpft,  kein  Zug  veränderte  sich  in  dem  feinen,
wie  aus  Marmor  gemeißelten  Antlitz,  kein  Todesseufzer  entfloh
den  ruhig  geschlossenen  Lippen.  Immer  auf  den  Tod  vorbereitet,
  den  er  nicht  fürchtete,  sondern  oft  als  einen  Uebergang
zu  einem  neuen  Leben  reineren  Schauens  und  Erkennens  erhofft
  hatte,  folgte  er  still  und  willig,  als  der  Herr  ihn  rief.  Auf
seinem  Antlitz  lag  tiefer  Friede  und  der  Abglanz  eines  inneren,
fast  heiteren  Glücks.

Seit  wir  vom  Whisttisch  aufgestanden  waren,  mochten
vielleicht  10  Minuten  vergangen  sein.  Um  9  Uhr  45  Minuten
hatte  das  Herz  aufgehört  zu  schlagen.  Leise  drückte  ich  ihm  die
Augen  zu,  während  Liza,  über  ihn  gebeugt,  bittere  Tränen
vergoß.

Als  Doktor  Beuster  kam,  war  längst  alles  vorüber,  und
er  konnte  nur  den  Tod  bestätigen.“