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Jahre  nicht  wankend  gemacht  haben.  Und  an  seine  Zähigkeit
und  Frische  konnten  sie  wohl  auch  schwerlich  heran;  denn  er
lebte  stets  als  Soldat!

Die  Haeseler  sind  ein  altes  preußisches  Geschlecht,  das  vor
nahezu  zwei  Jahrhunderten  geadelt  und  im  Jahre  1790  in
den  Grafenstand  erhoben  wurde,  nachdem  es  um  rund  fünfzig
Jahre  vorher  die  Reichsritterschaft  erlangt  hatte.  Die  meisten
Abkömmlinge  dieser  Familie  waren  im  preußischen  Staatsdienst
  tätig,  so  auch  Alexis  Graf  von  Haeseler,  der,  Major  und
nachher  Landrat,  der  Vater  des  nachmaligen  Generalfeldmarschalls
  war,  der  am  19.  Januar  1836  zu  Potsdam
geboren  wurde.  Gottliebs  Mutter  hieß  Albertine  und  war  eine
geborene  von  Schönermark.  Nachdem  der  junge  Gottlieb  seine
erste  Schulbildung  in  der  Brandenburger  Ritterakademie
genossen  hatte,  ließen  ihn  seine  Eltern  das  Pädagogium  zu
Halle  a.  S.  und  nachher  das  Kadettenkorps  besuchen.  17  Jahre
alt,  wurde  Graf  von  Haeseler  Leutnant  im  Zietenhusarenregiment,
  woselbst  er  Gelegenheit  hatte,  durch  ausdauernde  und
schwierige  Ritte  die  Aufmerksamkeit  seiner  Vorgesetzten  auf  sich
zu  lenken.  Schon  im  Jahre  1856  wurde  er  Regimentsadjutant
  und  nach  weiteren  vier  Jahren  Adjutant  des  dritten
Armeekorps.  Der  junge  Offizier  kam  bald  in  den  Generalstab,
  bei  dem  er  im  Jahre  1864  zum  Hauptmann  aufrückte.
Schon  im  Kriege  gegen  Dänemark,  den  nun  Graf  Haeseler  mitmachen
  durfte,  konnten  seine  ausgezeichneten  militärischen
Fähigkeiten  besonders  in  Erscheinung  treten,  und  bald  wurde
er  mit  der  Ausführung  schwieriger  Aufgaben  betraut.  Hierbei
  zeichnete  er  sich  stets  durch  besonderen  Wagemut,  der  aber
niemals  die  Formen  von  Tollkühnheit  annahm,  aus.  Nachdem,
um  nur  ein  Beispiel  hervorzuheben,  die  preußischen  Regimenter
die  Eider  überschritten  hatten,  wurde  Haeseler  damit  betraut,
die  feindlichen  Stellungen  sowie  die  Anlage  und  die  Besatzung
der  Befestigungen  zu  erkunden.  Mit  kühner  Entschlossenheit
wagte  sich  Haeseler  in  die  äußerste  Nähe  der  dänischen  Truppen
und  erfüllte  in  gefahrvollen  Ritten  vollends  den  ihm  über-