gekehrt  war,  erhielt  er  das  Kommando  des  2.  Brandenburgischen
Ulauenregiments  Nr.  11  in  Straßburg.  Am  2.  Juli  1875
wurde  Gottlieb  von  Haeseler  zum  Oberst  befördert.  Bei  seinem
Straßburger  Regiment  blieb  Haeseler  bis  zu  seiner  im  Jahre
1879  erfolgten  Ernennung  zum  Chef  der  kriegsgeschichtlichen
Abteilung  im  Großen  Generalstab.  Im  Jahre  darauf  wird
die  Führung  der  12.  Kavalleriebrigade  in  seine  Hände  gelegt
und  im  März  1881  wird  er  deren  Kommandeur.  Im  Oktober
desselben  Jahres  avancierte  Haeseler  zum  Generalmajor,
worauf  er  bald  das  Kommando  der  31.  Kavalleriebrigade  in
Straßburg  übernahm.  Seinen  hervorragenden  Leistungen
verdankte  Haeseler  seine  rasche  Beförderung  zum  Generalleutnant,
  die  schon  im  Jahre  1886  erfolgte  und  ihn  erst  zum
Kommandeur  der  20.  und  bald  hernach  der  6.  Division  werden
ließ.  Kurze  Zeit  später  (22.  März  1889)  wurde  Heeseler
abermals  als  Oberquartiermeister  in  den  Generalstab  berufen.
Als  im  darauffolgenden  Jahr  für  Lothringen  das  16.  Armeekorps
  inauguriert  wurde,  erhielt  er  in  Metz  das  Oberkommando
über  dasselbe.  Im  Jahre  1890  erfolgte  seine  Ernennung  zum
General  der  Kavallerie,  im  Jahre  1901  die  zum  Generaloberst,
nachdem  er  im  Jahre  1899  zum  Chef  des  11.  Ulanenregiments
in  Straßburg  ernannt  worden  war.  Am  9.  Mai  desselben
Jahres  wurde  zur  bleibenden  Erinnerung  an  die  Verdienste
dieses  tatkräftigen  Offiziers  die  Befestigungsgruppe  auf  dem
St.  Blaise  bei  Metz  „Feste  Graf  Haeseler“  genannt.
Nachdem  Haeseler  am  18.  Januar  1901  Generaloberst
geworden  war,  und  er  am  26.  April  1903  den  Rang  eines
Generalfeldmarschalls  erhalten  hatte,  reichte  er  nach  genau
50  jähriger,  außerordentlich  erfolgreicher  militärischer  Dienstleistung
  sein  Abschiedsgesuch  ein.  Am  18.  Mai  ward  er  unter
BVerleihung  der  Brillanten  zum  Schwarzen  Adlerorden  zur
Disposition  gestellt.  Da  der  Kaiser  auf  die  fernere  Mitwirkung
dieses  beliebten,  erfahrenen  und  überaus  tüchtigen  Offiziers
nicht  verzichten  wollte,  berief  er  ihn  schon  im  Angust  des
Jahres  1903  auf  Lebenszeit  in  das  preußische  Herrenhaus.