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hört  von  ihm,  und  jeder  gedenkt  des  Beispiels  rastloser  Pflichterfüllung,
  bescheidener  Selbstlosigkeit  und  der  eisernen  Willenskraft
  des  Mannes,  dem  viele  Jahre  die  Wacht  an  der  Grenze
anvertraut  war  und  dessen  Namen  schon  im  Frieden  mehr
wog  als  einige  Armeekorps.“  Aber  einer  Eigenschaft  gedachte
Mojor  Moraht  nicht:  des  Gerechtigkeitssinnes  des  Grafen
Haeseler.  Dieser  unbedingte  und  stets  zuverlässige  Gerechtigkeitssinn
  veranlaßte  sogar  den  alten  Generalfeldmarschall,  bei
der  Abstimmung  über  die  von  der  Regierung  eingebrachte  Enteignungsvorlage
  in  den  Ostmarken  gegen  die  Regierungsvorlage
zu  stimmen.

Generalfeldmarschall  Graf  Haeseler,  der  in  wenigen  Monaten
  seinen  79.  Geburtstag  feiert,  ist  wohl  der  älteste  Offizier,
der  auf  deutscher  Seite  an  dem  gegenwärtigen  Kriege  teilnimmt.
Er  hat  sich  unseren  im  Westen  kämpfenden  Truppen  angeschlossen,
  und  schon  bald  nach  Ausbruch  des  Krieges  konnte  man
in  den  Blättern  lesen,  daß  der  alte  Feldmarschall  mit  einer
geradezu  jugendlichen  Begeisterung  und  Tatkraft  an  den
Kämpfen  sich  beteiligt.  Wie  er  selbst  einen  Gefangenen  machte,
wurde  folgendermaßen  geschildert:  Generalfeldmarschall  Graf
Haeseler  wohnte  in  den  ersten  Septembertagen  dem  Artilleriekampf
  gegen  ein  von  den  Franzosen  stark  besetztes  Dorf  bei.  Als
in  den  feindlichen  Stellungen  das  Feuer  verstummte,  schien  es
wichtig,  festzustellen,  ob  die  Franzosen  den  Ort  tatsächlich  verlassen
  hätten.  Graf  Haeseler  galoppierte,  nur  begleitet  von
seinem  Ordonnanzoffizier,  in  das  Dorf,  aus  dem,  wie  sich  nun
zeigte,  die  Franzosen  kurz  vorher  abgezogen  waren.  Nur  ein
französischer  Infanterist  war  zurückgeblieben,  dem  der  General-=feldmarschall
  in  drohendem  Tone  zurief,  sich  zu  ergeben.  Der
Franzose  wurde  so  von  dem  Generalfeldmarschall  persönlich  gefangen
  genommen.  Nachdem  Graf  Haeseler  durch  Ausfragen
seines  Gefangenen  die  Rückzugsrichtung  der  Franzosen  festgestellt
hatte,  übergab  er  ihn  einer  kurz  darauf  im  Dorfe  eintreffenden
Ulanenpatronille.