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Im  Jahre  1880  avancierte  Otto  Emmich  zum  Hauptmann,
  als  der  er  Kompagniechef  im  52.  Infanterie-Regiment
wurde.  Am  20.  April  desselben  Jahres  verheiratete  er  sich  mit
Elise  von  Graberg,  welcher  Ehe  eine  am  11.  September  1881
geborene  Tochter  Olga  entsproß.  Das  Jahr  1881  brachte  den
damals  33  jährigen  Hauptmann  zu  dem  eben  neu  eingerichteten
Insanterie-Regiment  Nr.  131  in  Paderborn.  Nachdem  er  sieben
Jahre  lang  bei  diesem  Regiment  gestanden  hatte,  wurde  Emmich
zum  Füsilier-Regiment  Nr.  86  nach  Fleusburg  kommandiert,
bei  dem  er  ein  Jahr  später  zum  Major  aufrückte,  um  im  Jahre
1891  nach  Gießen  als  Bataillonskommandeur  im  Infanterie-Regiment
  Nr.  116  beschäftigt  zu  werden.  Dieses  Kommando
vertauschte  Otto  Emmich  im  Jahre  1894  mit  dem  eines  Kommandeurs
  des  Kurhessischen  Jäger-Bataillons  Nr.  11  in  Marburg,
  worauf  er  im  folgenden  Jahre  zum  Oberstleutnant  avancierte.
  Mit  seiner  Ernennung  zum  Oberst  bekam  Emmich  im
Juni  des  Jahres  1897  das  Kommando  über  das  114.  Infanterie-Regiment
  in  Konstanz.  Nach  vier  weiteren  Jahren  sehen
wir  den  erfolgreichen  Offizier,  zum  Generalmajor  befördert,
die  31.  Infanterie-Brigade  in  Trier  befehligen.  Die  Ernennung
  Emmichs  zum  Generalleutnant,  die  auch  seine  Versetzung
als  Kommandeur  der  10.  Division  in  Posen  mit  sich  brachte,
erfolgte  am  15.  Februar  des  Jahres  1905.  Nach  vier  weiteren
Jahren  erhielt  er  am  20.  Mai  des  Jahres  1909  mit  seiner
gleichzeitigen  Ernennung  zum  General  der  Infanterie  das
Kommando  über  das  10.  Armeekorps  in  Hannover.  Der  militärische
  Werdegang  dieses  Heerführers  zeigt  die  auffallende  Tatsache,
  daß  Otto  von  Emmich,  ohne  jemals  die  Kriegsakademie
besucht  zu  haben,  oder  in  den  Generalstab  kommandiert  gewesen
zu  sein,  bis  zum  Jahre  1909,  wo  er  Kommandierender  General
wurde,  den  regelmäßigen  Frontdienst  durchmachte  und  dabei  die
höchsten  militärischen  Würden  erlangte.

Als  Kaiser  Wilhelm  im  Jahre  1912  den  erfolgreichen
General  besonders  ehren  wollte,  verlieh  er  ihm  am  27.  Januar
den  erblichen  Adel.  Daß  die  Siegesnachricht  von  der  Ein-