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Freiherr  v.  Plettenberg  zum  Garde-Jägerbataillon,  bei  dem
er  zwei  Jahre  später  zum  Oberstleutnant  aufrückte.  Nachdem
er  im  Jahre  1898  Führer  und  im  Januar  des  darauffolgenden
Jahres  Oberst  und  Kommandeur  des  Ersten  Garderegiments
geworden  war,  erfolgte  schon  vier  Monate  nachher  seine  Ernennung
  zum  Flügeladjutanten  des  Kaisers.  Im  März  des
Jahres  1902  sehen  wir  Karl  Freiherrn  v.  Plettenberg  als
Inspekteur  der  Jäger  und  Schützen,  in  welcher  Eigenschaft  ihm
gleichzeitig  das  Kommando  über  das  reitende  Feldjägerkorps
übertragen  wurde.  Der  22.  April  des  Jahres  1902  brachte
seine  Beförderung  zum  Generalmajor,  der  20.  März  1906  die
zum  Generalleutnant.  Am  24.  September  desselben  Jahres
wurde  er  zum  Kommandeur  der  22.  Division  in  Kassel  ernannt,
welches  Kommando  er  bis  zum  Jahre  1910  in  seinen  Händen
behielt.  Am  14.  April  kam  er  dann,  nachdem  er  General  der
Infanterie  geworden  war,  an  die  Spitze  des  IX.  Armeekorps.
Als  durch  den  Abgang  des  Generals  der  Infanterie  Alfred
v.  Löwenfeld,  der  das  Kommando  über  das  Gardekorps  innehatte,
  dieser  Posten  frei  wurde,  wurde  der  verdienstvolle
General  Freiherr  v.  Plettenberg  am  1.  März  1913  dessen
Nachfolger  als  Kommandierender  General  des  Gardekorps.

Freiherr  Karl  v.  Plettenberg  ist  seit  dem  20.  April  1887
mit  der  um  12  Jahre  jüngeren  Klara  Gräfin  v.  Wedel  verheiratet.
  Im  Jahre  1889  wurde  ihnen  ein  Sohn  Karl
Wilhelm,  im  Jahre  1891  ein  Sohn  Kurt  und  im  August  des
Jahres  1900  eine  Tochter  Luise  geboren.  Karl  Wilhelm,  der
den  gegenwärtigen  Krieg  als  Leutnant  im  Ersten  Garderegiment
  zu  Fuß  mitmachte,  fiel  vor  dem  Feind.  Sein  jüngerer
Bruder  Kurt  Freiherr  v.  Plettenberg  steht  als  Leutnant  des
2.  Garde-Ulanenregiments  im  Felde.

Für  seine  vorzüglichen  Leistungen  im  gegenwärtigen
Kriege  erhielt  Freiherr  v.  Plettenberg  das  Eiserne  Kreuz  erster
Klasse.  Aus  einem  Tagesbefehl,  den  er  am  29.  Oktober  an  die
seiner  Führung  anvertrauten  Truppen  des  Gardekorps  richtete,
  seien  folgende  bemerkenswerte  Stellen  wiedergegeben:

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