Friedrich  von  Scholtz,

Kommandierender  General  des  XX.  Armee
korps.

Als  Sohn  des  Superintendenten  Fritz  Scholtz,  der  mit
Emilie  Moeller  vermählt  war,  wurde  der  General  der  Artillerie
Friedrich  von  Scholtz  am  24.  März  des  Jahres  1851  zu  Flensburg
  geboren.  Während  er  schon  im  Alter  von  15  Jahren  seine
Mutter  verlor,  starb  sein  Vater  dreiundzwanzig  Jahre  später
am  14.  Februar  1886.  Friedrich  von  Scholtz,  der  sich  selbst  durch
Gewissenhaftigkeit,  Tatkraft  und  Tüchtigkeit  den  Adel  erwarb,
besuchte  ursprünglich  das  Gymnasium  zu  Bernburg  und  machte
dann  sein  Abiturium  auf  dem  Quedlinburger  Gymnasium.

Am  19.  Juli  1870,  dem  Tage  der  Kriegserklärung  Frankreichs,
  trat  Friedrich  Scholtz  beim  Feldartillerieregiment  Nr.  9
in  Rendsburg  in  das  Heer  ein  und  machte  sofort  mit  seinem
Regiment  den  Feldzug  gegen  Frankreich  mit.  Er  entschloß  sich
nach  dem  Kriege,  bei  der  militärischen  Laufbahn  zu  bleiben  und
wurde  im  Jahre  1872  Leutnant.  Während  der  Jahre  1879  bis
1882  besuchte  Scholtz  die  Kriegsakademie.  Das  Jahr  1881
brachte  seine  Beförderung  zum  Premierleutnant.  Nachdem
er  bis  zum  Jahre  1885  wieder  bei  der  Front  gestanden  hatte,
wurde  er  nun  in  den  Großen  Generalstab  kommandiert  und
zwei  Jahre  später  zum  Hauptmann  befördert.  Als  solchen
treffen  wir  ihn  bis  zum  Jahre  1889  beim  Generalstab  des  XI.
Armeekorps  und  nach  dieser  Zeit  als  Generalstabsoffizier  der
21.  Division,  bis  er  im  Jahre  1891  Batteriechef  im  9.  Feldartillerieregiment
  wurde,  bei  dem  er  bekanntlich  auch  seine  mili-