August  von  Mackensen,

Führer  der  neunten  Armee.

Der  als  früherer  Lehrer  des  Kaisers,  als  Berater  und  Vorgesetzter
  des  Kronprinzen  und  als  Militärschriftsteller  viel  und
oft  genannte  General  der  Kavallerie  von  Mackensen  hat  sich  in
den  Kämpfen  des  östlichen  Kriegsschauplatzes  als  so  tüchtiger
Heerführer  erwiesen,  daß  man  mit  Fug  und  Recht  behaupten
kann,  von  Mackensen  sei  als  Theoretiker  ebenso  bedeutend  wie  als
Praktiker.  Der  von  ihm  am  28.  August  1914  erlassene  Tagesbefehl
  gibt  ein  klares  Bild  von  den  Erfolgen,  die  von  den  Truppen
  des  ihm  unterstellten  Armeekorps  erzielt  wurden.  Der
Tagesbefehl  beginnt  wie  folgt:  „Vorgestern  hat  das  XVII.
Armeekorps  einen  an  allen  Truppen  überlegenen  Gegner  bei
Lautern  geschlagen  und  in  einer  wilden,  starken  Verfolgung  über
Ortelsburg  wieder  nach  Rußland  hineingejagt.  Ueber  50  Geschütze,
  zahlreiche  Maschinengewehre,  eine  Kriegskasse,  noch  ungezählte
  Heeresvorräte  aller  Art  und  mehrere  tausend  Gefangene
hat  er  in  unseren  Händen  gelassen.  Seine  Rückzugsstraße  ist
bedeckt  von  Toten.  Ein  voller  Sieg  ist  von  uns  erfochten.  Soldaten
  des  XVII.  Armeekorps!  Ihr  habt  eure  Schuldigkeit
getan.  In  Märschen  ohnegleichen  seid  ihr  von  einem  Feinde
zum  anderen  geeilt  und  mit  derselben  begeisterten  Hingabe  habt
ihr  ihn  angegriffen,  wo  ihr  ihn  fassen  konntet.  Ich  bin  stolz,
solche  Truppen  führen  zu  dürfen.  Ihr  habt  gehalten,  was  euer
König  von  seinem  XVII.  Armeekorps  erwartete.  Habt  Dank
für  solche  Treue  .  .  .“  Es  steht  also  zweifelsfrei  fest,  daß  der
General  der  Kavallerie,  August  von  Mackensen,  einen  wesent-