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Als  gedruckte  Quellen  erscheinen  nur  die  Rede  des
Stiftspropstes  von  Döllinger:  „König  Maximilian  II.  und
die  Wissenschaft,“  des  Professors  von  Kobell  „Gedenkblatt“
und  die  „Angsburger  Allgemeine  Zeitung,“  von  der  ich
alle  Jahrgänge  von  1811—  1864,  mehr  als  einhundertundfünfzig
  Bände,  durchgesehen  habe.  Das  aber  sind
wirkliche  Originalquellen.

Was  sonst  noch  die  literarische  Fluth  angeschwemmt
hat,  ist  unzuverlässig  für  den  Biographen.  Ich  habe
nichts  davon  ausgenommen,  ohne  vorher  bei  Gewährsmännern,
  die  im  Stande  und  im  Willen  waren,  die
Aechtheit  oder  Genauigkeit  der  fraglichen  Angaben  zu  erproben,
  Umfrage  zu  halten.  Und  da  hat  es  sich  deun
allzu  oft  gezeigt,  daß  ich  wohl  daran  gethan.

Die  Art  der  Darstellung  betreffend,  bin  ich  den  Aussprüchen
  zweier  schriftstellerischen  Größen  gefolgt.  Voltaire
sagt:  „On  doit  des  égards  aux  vivants,  on  ne  doit  aux
morts  due  de  la  verité.“  Und  Göthe:

„Doch  was  preisest  du  Ihn,  den  Thaten  und  Werke  verkünden."“

So  habe  ich  denn  weder  gelobt  noch  getadelt,  überhaupt
  nicht  den  Leser  durch  untergeschobene  Anschauungen
beeinflußt.  Durch  besondere  Vergünstigung  habe  ich  Einsicht
  und  theilweise  auch  Abschrift  nehmen  dürfen  von
Originalbriefen  des  Königs  Ludwig  I.,  der  Königin  Therese,
des  Feldmarschalls  Wrede,  des  Königs  Otto  von  Griechenland
  und  des  seligen  Königs  Max  II.  aus  seiner  Ingendzeit.

In  den  im  vorliegenden  Buche  zuerst  veröffentlichten
Dokumenten  offenbart  sich  faltenlos  fowohl  das  deutsch-*2



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