Einleitung.

Bayerns  Volk  und  Fürsten.

Entes  Papitel.

Was  das  bayprische  Bolk  ist.  —  Hegen  des  heiligen  Benedikt  über  das
Bauersand.  —  Der  Bapern  Stammbanm.  —  Der  erste  bekannte  König
der  Bayern.  —  Heine  schone  Cochler.  —  Ausdehnung  Bayerns  in  uraller
Teit.  —  Bayerns  culturgeschichtliche  Rolle.  —  Karl  der  Groge  nach  der
Sage  ein  Baper.  —  Bapyern  ein  Königreich.  —  Konig  der  Bayern  und
König  der  Deutschen  ist  dieselbe  Hache.  —  „Zum  Königreich  Bayern  gehort.“
  —  Megensburg.  —  Bape#rnherzoge  als  Kaiser.  —  Näpste  aus
Vayern.  —  Die  Teit  der  Welsen.  —  Heinrich  der  Lowe.  —  Duutschland
läust  Gesahr  in  Bayern  auszugehen.  —  Oesterreich  vom  Stammland  Vauern
abgerissen.  —  Baperns  Berkleinerung  und  Wendepunkt  seines  Geschickes.

es  der  weisen  und  vortrefflichen  Fürsten  manche  gehabt  —
kein  Volk  zählt  viele;  der  gekrönten  Ungeheuer  keines  —  wenige
Völker  können  sich  dessen  rühmen.  Dagegen  regierten  in  Bayern
seit  fünfundsechzig  Jahren  schon  zwei  Könige,  von  denen  jeder
als  Vater  des  Volkes  verehrt  wird  —  ein  Glück,  das  keinem
Volke  der  Gegenwart  mehr  zu  Theil  geworden  ist.))

J  den  viel  hundert  Jahren,  seit  denen  Bayern  besteht,  hat

)  Von  dem  ersten  Agilolfinger  bis  jetzt  (1864)  zählt  Bayern:  a)  acht
agilolfingische  Herzoge;  b)  acht  Karolinger:  Kaiser  und  Könige;  c)  fünfzehn
Wahlherzoge  aus  verschiedenen  Häusern;  d)  sieben  Herzoge  aus  dem  Geschlecher
  der  Welfen  und  Babenberger.  Dann  aus  dem  Geschlechte  der
Wittelsbacher:  a)  vierundvierzig  Herzoge,  worunter  zwei  Kaiser;  b)  sieben
Kurfürsten;  c)  vier  Könige.