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sönlichen  Tugenden,  der  größeren  Entwicklung  politischer  Freiheit
  und  eines  reichen  geistigen  Aufschwungs  in  Deutschland
geknüpft  hat.  Es  ist  Kaiser  Heinrich  II.,  der  Heilige.  Nur
wenige  Jahrzehnte  —  und  das  deutsche  Reich  erhält  wieder
einen  Bayernherzog  zum  Kaiser,  in  dessen  Regierung  der  Höhepunkt
  der  mittelalterlichen  Größe  Deutschlands  liegt,  nämlich

Heinrich  III.  Mährchenhaft  gegen  das  Heute  erscheint  unter

ihm  zuerst  die  äußere  Ausdehnung  des  Reichs  und  dann  erstaunlich
  die  kaiserliche  Macht.  Wie  kräftig  hält  Heinrich  sein
Scepter  über  Italien  und  Rom!  Mit  Erfolg  unternimmt  er

die  sittliche  Umbildung  in  dem  sittenlosen  Italien  und  die  Kirchenverbesserung

  im  entarteten  Rom.  Seine  starke  Kaiserhand
entsetzt  unwürdige  Päxste  und  erhebt  würdige.  Unter  den  fünf
Nachfolgern  Petri,  welche  damals  Deutschland  der  Christenheit
ordnete,  und  von  denen  jeder  die  Kirche  der  Apostel  wieder
einzurichten  versucht  hat,  sind  nicht  weniger  als  zwei  davon  aus
Bayern  gewesen.  Und  wenn  Italien  in  den  großen  Stürmen
der  zweiten  Hälfte  des  eilften  Jahrhunderts  nicht  untergegangen
ist,  so  verdankt  es  dies  vielfach  den  zahlreichen  Bischöfen  und
Aebten,  welche  aus  Bayern  in  die  einzelnen  Länder  Italiens
gezogen  sind  und  dort  durch  ihre  Lehren,  mehr  noch  durch  ihr
Beispiel,  als  Sitten-Verbesserer  gewirkt  haben.

Eine  große  Zeit  war  es  doch,  als  Bayern  seine  Herzoge  aus
dem  Hause  Welf  erhielt,  hundert  zehn  Jahre  lang.  Damals
stand  Bayern  an  Macht  und  Ansehen  weit  über  den  übrigen  Fürstenthümern.
  Der  Glanz  feiner  Regenten  war  kein  erborgter,  er
ging  aus  der  wirklichen  Macht  derselben  hervor.  Die  Hoheit
der  bayrischen  Herzoge  stieg  bis  zur  Herrlichkeit  in  jenen  unseligen
  Zeiten,  wo  Raub  die  Beschäftigung  des  Adels,  Ueppigkeit
und  Herrschsucht  der  Chatakter  des  Klerus,  dynastische  Sonderinteressen
  die  Sorge  der  Kaiser  waren.  Alle  haßten  Bayern,
das  ihren  Trieben  Schranket  setzte;  alle  lauerten  auf  eine  passende