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Muller,  König  Mar  II.

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der  Fabel,  als  den  die  Esel  zu  treten  wagten,  am  7.  August  1195
zu  Braunschweig  und  begräbt  mit  sich  die  ausländischen  Regenten
in  Bayern.  Das  ist  gewiß:  daß  mehrere  deutsche  Fürsten  ohne
ihn  nur  schlechte  Hütten  anstatt  großer  Herrschaften  besäßen,
und  daß  selbst  des  Kaisers  und  des  Reiches  Größe,  die  eben
bei  dem  Falle  Heinrichs  sank,  auf  Bayerns  Macht  beruht  hat.

Kaiser  und  Reich  mußten  den  Sturz  des  Löwen  mit  dem
unwiederbringlichen  Verlust  der  Oberlehenherrschaft  über  Dänemark
  büßen,  welches  Deutschland  in  der  Folge  so  oft  und  frech
gehöhnt  hat.  Nach  Hohenstaufen-Politik  zertrümmerte  Kaiser
Friedrich  I.  die  Ländermasse  Heinrichs  des  Löwen  in  viele  Bruchtheile
  und  vergab  sie  an  minder  mächtige,  besonders  an  geistliche
Fürsten.  Die  noch  größere  Zerstückelung  der  deutschen  Erde  ist
da  vorbereitet  worden.  Bayern,  dem  dieser  Kaiser  schon  früher
die  Ostmark  (Oesterreich)  abgerissen  hatte,  verlor  jetzt  auch  die
Lehenherrschaft  über  Steyermark  und  Tirol,  und  neben  einer
Menge  ausehnlicher  Güter  und  Rechte  sogar  seine  uralte  Hauptstadt
  Regensburg.

Heute  würde  unser  Vaterland  nicht  mehr  als  Staat  bestehen,
  hätte  der  Kaiser  es  damals  einem  geistlichen  Fürsten
überwiesen.  Längst  wäre  es  säcularisirt,  das  heißt  von  fremden
Fürsten  „heimgeramscht“  worden,  wie  sich  der  alte  Merian
in  der  Archontologia  ausdrückt.  Seit  dem  Ende  des  achten
Jahrhunderts  war  Bayern  von  einer  Hand  in  die  andere  gewandert
  wie  ein  Tauschartikel.  Jetzt  (1180)  kam  es  an  die
Wittelsbacher,  und  die  Bayern  verschmolzen  mit  diesen  in
eine  Familie.

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