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haufen  von  etwa  achttausend  Mann,  zu  ein  Viertheil  aus  Offizieren
  bestehend,  worunter  mehrere  Generalfeldmarschälle.  Zu
zwei  oder  drei  Flußschissen  auf  dem  Rhein  ward  ein  „Großadmiral“
  gehalten.

Welch'  ein  Nachtstück  die  Regierung  Karl  Theodors!  Die
Staatsgelder  vergeudet.  Alle  Gräuel  des  Feudalsystems  in
wilder  Blüthe.  Zollgesetze,  die  allen  Handel  vernichten.  Abgaben,
  welche  auf  die  Verarmung  des  Volkes  abzielen.  Unwissenheit
  auf  den  Lehrstühlen.  Zelotismus  auf  den  Kanzeln.
Monachismus  in  den  Schulen.  Barbarei  in  den  Gerichtshöfen.
Beschränktheit,  Dünkel,  knechtische  Gesinnung  in  den  Beamtensiuben.
  Liederlichkeit  im  Adel.  Die  Bürgerklassen  unter  dem
Druck  einer  selbstsüchtigen  Aristokratie.  Braucht's  da  noch  mehr,
um  sich  die  Herzen  eines  Volkes  zu  entfremden?  Es  verschloß
sich  denn  auch  die  natürliche  Ossenheit  der  Bayern  vor  einem
Fürsten,  der  nur  ein  Herz  für  seine  unehelichen  Kinder  hatte.
Unedle  Leidenschaften  erwachten.  Die  Geister  sanken  in  Stumpfsinn.
  Die  Wissenschaften,  ohnedieß  noch  holden  Fremdlingen  in
Bayern  gleichend,  wurden  wieder  verscheucht  und  endlich  war's
so  nacht  und  schwarz  im  armen  Bayerlande,  wie  in  den  Herzen
seiner  Gewalthaber.

So  war  es  kein  Wunder,  daß  der  Kurfürst  unbeweint
starb  (am  16.  Februar  1799),  und  nur  höchstens  die  Thränen
seiner  unehelichen  Kinder  ihn  zu  Grabe  geleiteten.  !)  Trotz  der

nur  sechzig  hatte.  Es  gab  in  Pfalzbayern  weit  über  zehntausend  Beamten.
Nach  Westenrieders  Beschreibung  von  München  vom  Jahre  1782  zählte  der
Beamtenstaat  in  dieser  Stadt  allein  dreitausend  siebenhundert  zwei  und
sechzig  Personen  auf  eine  Bevölkerung  von  noch  nicht  acht  und  dreißigtausend
Seelen.  Für  diese  Seelen  bestanden  —  einhundert  und  acht  Bierwirthschaften
und  acht  und  fünfzig  Kaffeesiedereien  im  Jahre  179)3.
)  Es  ist  charakteristisch,  daß  nach  dem  Tode  Karl  Theodors  in
München  1799  folgende  Lob-Schriften  erschienen:
1)  „Gefühle  eines  redlichen  Patrioten  am  Sarge  des  besten
Fürsten  und  Landesvaters.“