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prinz  Ludwig  seine  Vatergefühle  in  einem  Gedichte  nieder,  dem
die  folgenden  Strophen  entlehnt  sind:

Deine  Augen  decke  sanfter  Schlummer,
Ruhig  schlafe,  vielgeliebtes  Kind.

Fremd  ist  dir  noch  unsers  Daseyns  Kummer,
Achl  die  kurze  Jugend  flieht  geschwind.

Jubelvoll  beginnt  dein  Lebensmorgen,
Max,  geliebter  Max,  o!  werde  brav;
Dann  genießest  auch  bei  Königssorgen
Du  des  Frommen  ruhig  heitern  Schlaf.

Lächelnd  öffnest  du  die  großen  Augen,
Fröhlich  blickst  du  jetzo  in  die  Welt,
Ihren  Wermuth  wirst  du  einstens  saugen,
Finden,  wie  sie  tückisch  sich  verstellt.

In  dem  Herzen  trage  du  den  Himmel,
Kindlich  folg'  dem  göttlichen  Gebot

In  der  Einsamkeit,  im  Weltgetümmel,
Und  dich  findet  ruhig  einst  der  Tod.

Dessen  eingedenk,  o  Max,  sei  immer:

Daß  als  Teutscher  du  geboren  bist;

Nie  verblende  dich  des  Auslands  Schimmer,
Steh'  gewaffnet  gegen  seine  List.

Sollte  hören  nur  dein  kindisch  Lallen
Jener,  welcher  dir  das  Leben  gab,
Frühe  für  das  Vaterland  er  fallen,  —
Weihe  eine  Thräne  seinem  Grab.

Werde  seines  teutschen  Sinnes  Erbe,

Für  die  Heimath  muthig  führ'  das  Schwert;
Freudevoll  für  ihre  Rettung  sterbe,

Werde  deiner  alten  Ahnen  werth.

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