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Kmeites  Napitel.

Kindheil  des  Prinzen  Max.  —  Beine  Erziehung.  —  Worllant  der  eigenhändig
  von  Konig  Ludwig  vorgeschriebenen  Erziehungs-Instruklion.  —
Die  ersten  Erzieher  und  Lehrer.  —  Anarten  des  Prinzen.  —  Seine  Tiebßlingoneigungen.
  —  Der  sileine  Max  als  Gäriner.  —  Seine  erslen  selbrt
gezogenen  Aepsel.  —  Baron  von  Hohenhausen.  —  Hinnreiche  Erziehungsmelhode.
  —  Die  schwarzen  und  die  rolhen  Hlriche.  —  Originalbriese  des
Königs  Ludwig  über  seinen  Erslgebornen.  —  Heimliches  Curnen  und
Reilen.  —  Aehberraschung.  —  Berzärllung  durch  die  königliche  Muller.
  —  Originalbrief  des  Feldmarschallo  Wrede  über  die  Erziehung  des
Prinzen  Alax.  —  Tod  des  Baters  Alax  I.  —  Balerworke  an  den  jungen
Kronprinzen.

Bi-  zum  sechsten  Lebensjahre  —  so  will  es  die  Sitte  am

bayrischen  Hofe  —  blieb  der  Prinz  Max  in  weiblicher  Pflege.

Fräulein  Antonie  von  Täuffenbach  war  seine  Erzieherin.
Mit  Muttersorge  wachte  sie  über  den  Liebling  des  königlichen
Großvaters.  Sie  lehrte  der  lallenden  Zunge  des  Prinzen  zuerst
  das  Gebet  der  Gebete:  „Vater  unser,  der  du  bist  in
den  Himmeln.“  Als  er  zu  einem  muntern  Knaben  herangewachsen
  war,  ersuchte  sein  Vater  den  frommen  und  gelehrten
Bischof  Sailer  in  Regensburg,  ihm  einen  Geistlichen  auszuwählen,
  der  als  Fürstenerzieher  die  rechten  Eigenschaften  habe.
Der  Bischof  sandte  einen  würdigen  Mann;  der  aber  erklärte,
kaum  ein  Vierteljahr  nach  seiner  Ankunft  am  Hofe  des  Kronprinzen
  in  Würzburg,  er  vermöge  nicht  sich  in  das  Hofleben
zu  finden.  Jetzt  ward  der  Schotte  Archibald  Mac-Jver  aus
dem  Schottenkloster  in  Regensburg  an  den  Würzburger  Hof
gesandt.

Nachstehendes  Handschreiben  des  nachmaligen  Königs  Ludwig
  I.  ist  ein  kostbares  historisches  Dokument,  weil  es  einen
tiefen  Blick  in  das  edle  Herz  dieses  Königs  thun  läßt.

Wess.