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daß  Fürsten-Erzieher  zu  seyn,  zu  dem  schwierigsten  auf
Erden  gehört.  Schon  ich  fand,  daß  Max  unter  Ihrer  Leitung
  viel  gewonnen  habe  und  wohlthuend  ist  seine  Zuneigung
zu  mir,  welche  Ihr  rühmliches  Streben  krönt.  Allen  meinen
herrlichen  Kindern  des  Lieben  viel  und  des  Freundlichen
und  all  ihren  Tischgenossen  und  Genossinen."“

Um  den  Körper  des  Prinzen  zu  kräftigen,  veranstaltete

Hohenhausen  Turnübungen  —  ohne  Vorwissen  der  königlichen

Familie.  Denn  damals  lag  die  Turnerei  noch  in  Acht  und
Aberacht.  Ein  Saal  diente  im  Schlosse  als  Turuplatz.  Der
Fußboden  ward  gepolstert.  Damit  es  dem  Prinzen  nicht  an
Gesellschaft  mangle,  wurden  noch  vier  Knaben  gleichen  Alters
zu  den  Uebungen  zugelassen.  Drei  davon  waren  besser,  einer
schlechter  im  Turnen  als  Max.  Dermaßen  ward  er  einerseits
angespornt,  anderseits  nicht  entmuthigt.

Einstmal  kam  unverhofft  der  Kronprinz  Ludwig  in  den
Turnsaal  und  war  ganz  verwundert  über  die  unerhörte  Neuerung
  bei  Hofe.  Als  er  aber  die  lustigen  Sprünge  seines  Sohnes
sah,  gab  er  sich  gerne  zufrieden.  Die  Kronprinzessin  Therese
war  ängstlicher.  Einst  gewahrte  sie  ihren  Liebling  auf  einem
Pferde  sitzen,  da  befürchtete  sie  schon,  er,  der  eilfjährige  Knabe,
möge  krumme  Beine  erhalten.  Nicht  eher  beruhigte  sie  sich,  als
bis  ihr  die  Medizinalräthe  die  Unschädlichleit  des  Reitens  versicherten.
  „Sie  schaute  halt  ein  Bissel  zu  tief  in  ihren  Maxl
hinein,“  sagte  ein  alter  Hofbedienter  zu  dem  Verfasser  dieser
Schrift.

Wie  sehr  sich  der  Prinz  zu  seinem  Vortheil  und  zur  Zufriedenheit
  seines  Großvaters  und  seiner  Eltern  verändert  hatte,
geht  aus  nachstehenden  Schriftstücken  hervor.  Von  Rom,
13.  April  1824  schrieb  der  Kronprinz  Ludwig  an  den  Baron
Hohenhausen:

„Innigst  erkennend  was  Sie  geleistet  und  des  Opfers