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prinz  Ludwig  in  einem  Handschreiben  von  Baad  Brückenau,
15.  July  1824  mit  diesen  Worten:

„Es  schätzt  Sie  der  König  als  einen  wackern  Offizier
und  als  Mann  von  Ehre,  so  wie  ich,  und  Seine  Majestät
erkennt  Ihres  Willens  Güte,  wie  dieses  auch  von  mir  und
von  Allen  immer  geschehen;  mit  dieser  Gesinnung  nehme  ich
nach  der  gestern  von  meinem  geliebten  Vater  erhaltenen  Genehmigung
  Ihre  eingereichte  Entlassung  an."“

Nach  Hohenhansen  kamen  in  rasch  wechselnder  Reihenfolge
noch  mehrere  Erzieher,  aber  keinem  war  der  Prinz  so  zugethan
als  ihm.

Mitten  in  der  Jugendfreude  traf  den  Prinzen  Max  als
erster  harter  Schlag  die  Nachricht  von  seines  Großvaters  Tode.
In  der  Nacht  vom  12.  auf  den  13.  October  1825  war  der
königliche  Greis  in  Nymphenburg  eingeschlafen  auf  ewig.

Zur  selben  Zeit  hielt  sich  der  Kronprinz,  jetzt  König
Ludwig  I.,  mit  seiner  Familie  im  Bad  Brückenau  auf.  Sofort
begab  sich  der  Hof  nach  Empfang  der  Trauerbotschaft  zurück  nach
Würzburg.  Hier  händigte  König  Ludwig  dem  nunmehrigen
Kronprinzen  Max  das  kronprinzliche  Siegel  aus,  indem  er  ihm
dabei  mit  dem  Ernste  des  Königs  und  mit  der  Liebe  des  Vaters
  seine  neuen  Pflichten  an's  Herz  legte,  ihn  ermahnend,  das
Wohl  seiner  künftigen  Unterthauen  stets  vor  Augen  zu  haben.
Weinend  stürzte  sich  der  Jüngling  in  die  Arme  des  Vaters
und  gelobte,  dessen  Worten  stets  eingedenk  zu  sein.

Während  König  Ludwig  I.  nach  München  eilte,  um  den
Trauerfeierlichkeiten  beizuwohnen,  blieb  der  Kronprinz  Max  vorerst
  noch  bei  seiner  Mutter.  Wohl  weinte  er  um  den  theueren
Großvater,  aber  mit  ihm  trauerte  um  den  besten  Vater  ein
ganzes  Volk.