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zeit  und  die  Wunder  der  Dichtkunst.  In  dieser  Welt  der  Geister
heimelte  es  an  ihn  an;  Geschichte  und  Poesie  waren,  so  zu
sagen,  seine  Leidenschaften.  Besonders  zog  ihn  die  Zeit  des
deutschen  Mittelalters  an  und  darin  die  Schicksale  des  eignen
Stammes;  und  ebenso  der  gewaltige  Kampf  der  Welfen  und
Hohenstaufen,  wie  denn  auch  das  tragische  Ende  des  letzten
Hohenstaufen  Gegenstand  des  ersten  dichterischen  Versuchs
des  königlichen  Jünglings  gewesen  ist.

Großes  Talent  besaß  der  Kronprinz  für  Erlernung  fremder
lebender  Sprachen,  wobei  ihm  sein  ausgezeichnetes  Gedächtniß
und  sein  treffliches  Sprachorgan  sehr  zu  Hülfe  kamen.  Dagegen
wollten  ihm  die  kodten  Sprachen  nicht  recht  munden,  aber  seiner
Muttersprache  war  er  Herr  und  Meister.  Er  zeichnete  gut,
namentlich  Architektur,  spielte  auf  dem  Piano  und  eignete  sich
mehr  als  obenabgeschöpfte  militärische  Kenntnisse  an.  Er  war
ein  eleganter  Reiter.

Bevor  noch  Schubert  als  Lehrer  dem  Kronprinzen  zugesellt
war,  schrieb  er  1827  an  seine  Schwester:

„Ich  habe  die  beiden  ältesten  Prinzen  unsers  Königs
gesehen  und  begrüßt.  Der  Kronprinz  Maximilian  ist  ein
prächtiger  Jüngling  mit  einem  Angesicht  voll  lebendiger
Beweglichkeit,  ein  Paar  Augen,  die  verständig  und  vielversprechend
  in  seine  große  Zukunft  hineinblicken.  Der  zweite
Prinz:  Otto,  ist  ein  lieblicher  Knabe  von  ganz  besonderer  Art.“

In  einem  spätern  Briefe  meldet  Schubert  (1827):

„Unser  liebevoller  König  Ludwig  hat  mich  zur  Theilnahme
an  dem  Unterrichte  seines  Kronprinzen  Maximilian  zugelassen
und  ich  bin  recht  freudig  diesem  Rufe  gefolgt.  Denn  der
königliche  Jüngling,  in  dessen  Nähe  ich  jetzt  öfters  kommen
darf,  würde  auch  in  jedem  andern  Stande  seiner  Geburt
eine  Lust  und  Freude  des  Lehrers  sein.  Das  ist  ein
lichtsuchender  Geist,  der  bald  seinen  Weg  über  die  Wolken

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