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Die  kommende  Zeit  fordert  Vorbereitung,  ungerüstet  darf
man  ihr  nicht  entgegengehen!  —  Nicht  leugnen  kann  ich,
daß  ich  hier  Manches  entbehre,  daß  ich  es  oft  schmerzlich
fühle,  so  weit  von  meinen  lieben  Verwandten  entfernt  zu
sein,  desto  freudiger  aber  hoffe  ich  wird  das  Wiedersehen
sein  ...  ...  «—

Während  der  Weihnachtsferien  machte  der  Kronprinz  einen
Besuch  in  Kassel,  wo  er  bei  dem  Kurfürsten  zu  Mittag  speiste
und  Gelegenheit  hatte,  den  viel  genannten  und  wenig  belobten
kurhessischen  Hof  in  der  Nähe  zu  besehen.  Ebenso  benützte  er
die  Ostervacanz  zu  einer  Reise  nach  den  norddeutschen  Seestädten
  Bremen,  Hamburg  und  Lübeck.  Er  reiste  als  „Graf  v.
Werdenfels“  und  sah  damals  zum  erstenmale  das  Meer,  die
ewig  veränderliche  und  ewig  sich  gleichende  See  frei,  nah,
offen,  brausend  im  Riesentakte.

Und  das  braust  und  schmettert  mächtig,
Meer  und  Himmel  hör'  ich  singen,
Und  ich  fühle  Riesenlüste

Stürmisch  in  mein  Herze  dringen.

Mit  Eifer  studirte  der  Kronprinz  in  Göttingen.  In  Briefen
rühmt  er  besonders  die  Vorlesungen  der  Professoren  Heeren
und  Mitscherlich,  dem  er  als  König  im  Jahre  185.,  das  Nitterkreuz
  des  Verdienstordens  der  bayrischen  Krone  verliehen  hat.
Als  ein  deutscher  Student  wußte  er  auch  den  Hieber  zu  führen
und  stand  auf  Mensur.  In  dem  Paukbuche  jener  Göttinger
Studenten  -Verbindung,  welche  die  „Paukwix“  gestellt  hatte,
ist  er  als  Graf  Werdenfels  eingetragen,  aber  dabei  ist  das
bayrische  Wappen  angemalt.

Es  war  ereignißschwer  das  Jahr  1830.  In  Paris
schleuderte  die  Brandung  der  Juli-Revolution  den  Bourbon
Karl  X.  vom  Throne,  und  alle  europäischen  Dynastien  fühlten
sich  beunruhigt.  In  dieser  Zeit  —  Anfangs  August  —  kam

A.

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