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mit  den  Heeres-Einrichtungen  in  Preußen  und  war  bald,  wie  in
den  Gelehrten=  und  Künstlerkreisen,  so  auch  bei  den  preußischen
Offizieren  so  gcachtet  und  beliebt,  wie  wenige  deutsche  Fürsten.
Dabei  weihten  ihn  vertraute  Studiengenossen  in  die  Mysterien
der  verschiedenen  Gesellschaftsschichten  ein.  Er  sah  hungerudes
Proletariat  und  wohllebende  Staats-Müssiggänger,  Tugend  und
Laster,  Heuchelei  und  Wahrheit  in  den  verschiedensten  Formen
und  Ständen.  Die  Seufzer  eines  gedrückten  Volkes  entgingen
ihm  nicht  und  er  hörte  das  Rasseln  der  Ketten,  mit  welchen
diejenigen  beladen  wurden,  welche  von  constitutioneller  Verfassung,
von  einem  großen  freien  Deutschland  laut  zu  träumen  wagten.
Die  Früchte  der  „unheiligen  Allianz“  konnte  er  mit  Händen
greifen  und  die  Geistesbeschränktheit  der  Machthaber  und  die
Schrankenlosigkeit  ihrer  Willlür  von  Angesicht  zu  Angesicht  sehen.
Er  machte  zu  Berlin  einen  Haupt-Cursus  in  der  Schule  des
Lebens  durch,  wo  der  Schulmeister  Erfahrung  heißt.  Mämrlicher
kehrte  er  im  Herbst  1831  in  die  Heimath  und  in  die  Arme  der
königlichen  Eltern  zu  Berchtesgaden  zurück.  Mehr  war  der
König  erfreut  über  die  Gesundheit  seines  Sohnes  als  über  den
von  Berlin  mitgebrachten  schwarzen  Adlerorden.

Die  Ruhe  in  dem  Gebirgsthale  that  Maximilian  wohl
auf  die  Aufregung  der  preußischen  Hauptstadt.  In  der  Großartigkeit
  der  Alpennatur  vergaß  er  die  Erbärmlichkeiten  der  Convenienz,
  und  die  nebeligen  Ziuken  des  Watzmann  und  die  llaren
Wasser  des  Königssees  weckten  ihm  selige  Erinnerungen  aus  den
Tagen  der  Kindheit.

Alles  hat  aber  ein  Ende  auf  dieser  Welt,  auch  die  schöne
Zeit  im  Gebirge.  Die  königliche  Familie  sammelte  sich  für  das
Oktoberfest  zu  München.  Hier  leistete  der  Kronprinz,  da  er
sich  seit  seiner  Großjährigkeit  im  Auslande  befunden  hatte,  am
7.  Oktober  1831  in  einer  vom  König  präsidirten  Versammlung
des  Staatsrathes  persönlich  den  Verfassungseid,  den  er  bereits

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