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schriftlich  unterm  4.  Dezember  1829  von  Göttingen  eingesendet
hatte.  Am  20.  Oktober  verließ  er  aber  München  und  die  kalte
Heimath  wieder.  Die  Schwalben  waren  schon  alle  südwärts
gezogen.  Ihnen  folgte  Maximilian,  begleitet  von  dem  königlichen
  Kämmerer,  Graf  von  Pocci,  in  das  Kanaan  seiner  Sehnsucht
  und  Jugendträume  —  Italien!  Italien!

Brittes  Kapitel.

Graf  Werdensels.  —  Beroneser  Klause.  —  Das  Bild  Italiens.  —  Rom!
—  Eindruck  auf  den  Geist  des  Kronprinzen.  —  S.  Beter  und  die  Bau-Kunst.
  —  Der  Kronprinz  als  Acchitekkt.  —  Aeapel.  —  Besuv  bestiegen.
—  Besuch  in  Vompesi  und  Herculanum.  —  Klassicismus  und  Weesstealis.
—  Heirathsprosekt.  —  Ruciliehr  des  Kronprinzen  nach  Nom.  —  Abreise.
—  Gebrauch  der  Heebäder  in  Doberau.  —  Cholera.  —  Der  Lof  in  Brüchenan
  und  Aschaffenburg.  —  Aheinreist.  —  Mückliehr  nach  München.  —
Reisesrüchte.

D.  Kronprinz  reiste  als  „Graf  Maximilian  von  Werdenfels,“
  ein  Incognito,  das  er  Zeit  seines  Lebens  bei  allen
Reisen  im  Ausland  angenommen  hat.  Gleich  bei  seinem  Eintritte
  in  Italien  fesselten  die  Alpenschluchten  an  der  Etsch,  die
sogenannte  Veroneser  Klause,  sein  Interesse.  Denn  hier
war  es,  wo  einst  sein  Urahn,  Pfalzgraf  Otto  von  Wittelsbach,
dem  aus  Italien  heimziehenden  Kaiser  Friedrich  I.  das  Reichsheer
  rettete,  indem  er  mit  zweihundert  Kühnen  zwischen  dem  unwegsamen
  Geklüft  die  von  den  Veronesen  besetzten  Höhen  erstieg
und  die  überraschten  Feinde  theils  niederhieb,  theils  in  den  Abgrund
  stürzte.

Wie  in  einer  Zauberlaterne  ging  nun  das  Bild  Italiens
an  Maximilian  vorüber.  Straßen,  wo  die  rothen  Reben  meilen-