Viertes  Knapitel.

Prinz  Ollo  nimmt  die  griechische  Krone  an.  —  Seine  Abreise  aus  der  Heimath.
  —  Der  Kronprinz  begleitel  den  Bruder.  —  Ottokapelle.  —  Ausenlhall
  in  Florenz  und  Rom.  —  Besuch  beim  Papfle;  dessen  Gegenbesuch.
Weihnachtsabend.  —  Der  Kronprinz  als  Cicerone.  —  Ausenthalt  in  Aeapel.
—  Die  Ae#politaner#sn.  —  Boskohuldigungen.  —  Mellina.  —  Heesahrt.
—  Feierlicher  Empfang  in  Brindisi.  —  Ablchied  der  Königlichen  Brüder.
—  Der  Kronprinz  in  Aeapel.  —  Carneval.  —  Einschiffung  nach  Griechenland.
  —  Valrao.  —  Tandreise  von  Turgos  durch  Arkadien.  —  Voelie
und  Wirklichlieil.  —  Moderne  Aumphen.  —  Der  Alai  in  Hellas.  —
Aeberslutz  in  der  Romanlik.  —  Was  ein  griechilcher  Khan  ist.  —  Aim.
selige  Aachllager  des  Krouprinzen.  —  Klephlenschloß  Karptene.  —  Tripolizza.
  —  Wie  der  Kronprinz  die  Empfangsseierlichkeiten  in  Aaupliu  vereitelt.
  —  Wiedersehen.  —  Aaupiia  und  seine  Amgebung.  —  Ginst  und  jetzt.
—  NKarawanenreise  nach  Noriulh  und  Athen.  —  Neise  nach  Konstankinopel.
—  Ausenihalt  dalelbsl.  —  Wunder  des  Bosporus.  —  Vesuch  im  tussischen
ager.  —  Ein  Fest.  —  Audienz  beim  Hullau.  —  Geschenke  des  Sullans.
—  Neilestucht.  —  Hmuyrniolinen.  —  Ankunst  in  Aeapel  und  Rom  —
NRüchkehr  nach  Alünchen.  —  Kuberlusorden.

rinz  Otto  hatte  die  Königskrone  von  Griechenland
angenommen  und  sollte  nun  die  Heimath  verlassen,  um  in  einem
verkommenen  Lande  mit  verwilderten  Volksstämmen  einen  Staat
nach  modernen  Begriffen  zu  gründen.  Mit  Bedauern  sah  ihn
das  bayrische  Volk  in  die  weite,  weite  Fremde  ziehen.  Allenthalben
  aber  betrachtete  man  den  Königs-Jüngling  mit  dem
herzgewinnenden  Wesen  als  eine  Art  Opferlamm;  und  man  kam
ihm  auf  seiner  Reise  mit  Theilnahme  entgegen  —  so  herzlich
bei  den  Tirolern,  so  enthusiastisch  bei  den  Italienern.

Am  6.  Dezember  1832,  Vormittags  zehn  Uhr  verließ
Otto  in  Begleitung  seiner  Eltern  und  Geschwister  München.
Schon  am  frühen  Morgen  hatten  sich  die  Zimmer  der  Bing,
die  Treppen  und  Höfe  der  Residenz  und  die  Straßen  der  Haupt-