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von  ihrem  Palaste  bis  zum  Einschifsungsplatze  war  dicht  mit
Menschen  bestanden,  welche  den  fremden  Fürsten  Abschiedsgrüße
nachriefen.  Am  folgenden  Tage  landete  man  in  Messina  auf
Sizilien.  Die  Fürsten  durchwanderten  die  liebliche  Umgebung
der  Stadt,  besuchten  Abends  das  Theater  und  um  eilf  Uhr  Nachts
gingen  sie  wieder  an  Bord.  Das  Meer  blieb  treu;  die  Nacht
war  wunderschön.  Als  sich  der  Dampfer  andern  Tags  dem
Hafen  von  Brindisi  näherte,  dem  uralten  Ueberfahrtsorte  nach
Griechenland,  flaggten  die  dort  vor  Anker  liegenden  Kriegsschiffe,
welche  dem  König  Otto  das  Ehrengeleit  geben  sollten,  und
salutirten  mit  allen  Geschützen.  Vor  dem  Palaste,  den  der
König  von  Neapel  zur  Aufnahme  der  königlichen  Brüder  hatte
in  Stand  setzen  lassen,  rief  die  Menge  ihre  lustigen  Evviva's.

Die  englische  Fregatte  „Madagascar“  war  für  König
Otto  mit  Geschmack  und  Pracht  zur  Seereise  eingerichtet  worden.
Am  14.  Januar  begleitete  ihn  der  Kronprinz  an  Bord  und
verweilte  dort  bis  Nachts  zehn  Uhr.  Das  war  die  Abschiedsstunde.
  Endlich  riß  sich  der  Bruder  vom  Bruder  los
der  letzte  Kuß  der  letzte  Händedruck  Das
Boot  stieß  von  dem  Kriegsschiffe  ab,  und  die  Sterne  am  Himmel
flimmerten  und  die  Augen  der  Königssöhne  schimmerten  feucht,
so  feucht  wie  die  anderer  Menschen,  denen  es  weh  um's  Herz
ist.  Noch  in  der  Nacht  trat  Maximilian  die  Rückreise  nach
Neapel  an.

Dort  war  der  Carneval  glänzend  und  toll  —  die  Leute
vergaßen  darüber  ihr  Elend.  Lieblicher  war  das  Fest  des
Frühlings,  der  wohl  in  wenig  Flecken  der  Erde  so  lieblich
ankommt.  Der  Kronprinz  freute  sich  an  der  theuern  Tollheit
der  Menschen  und  schwelgte  in  den  Genüssen,  welche  die  vernünftige
  Natur  umsonst  bietet.  Dann  bestieg  er  das  Dampfschiff
  „Francesco  I.,“  das  am  16.  April  die  Anker  aufwand.
Die  Seereise  war  glücklich,  —  abgesehen  von  der  unvermeidlichen

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