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deutschen  Lebens  und  deutscher  Art,  als  der  Schwanstein  an  den
Marken  von  Tirol,  Schwaben  und  Bayern.

Das  ist  'ne  Burg  der  Ehren,  ein  rechter  Lug'  in's  Land,

Da  ward  die  Minneharfe  gerührt  von  Kaiserhand.

Noch  wehen  die  alten  Lieder  um's  Schloß  bei  Mitternacht,

Und  säuseln  bis  zum  Untersberg:  ob  Stauff  noch  nicht  erwacht?

Wo  sich  drei  Marken  scheiden,  da  steht  das  alte  Schloß;

Von  dreien  Heldenstämmen  trug  es  gar  manchen  Sproß.

Dreiästig  schlingt  der  Epheu  sich  um  den  Thurm  dort  hin:

Den  Welfeu  und  den  Staussen,  den  Schyren  gilt  dies  Grün.
(Eduard  Tuller.)

Sogleich  hatte  der  Kronprinz  seinen  Entschluß  gefaßt,
dessen  Ziel  er  nicht  mehr  aus  den  Augen  verlor  —  wie  so
mauche  schöne  Briefe  beweisen  —  weder  in  den  ernsten  Studien
zu  Göttingen  und  Berlin  noch  in  den  Zerstreuungen  der  italienischen
  Reise.  Die  Unterhandlungen  gingen  sachte  ihren  Gang
und  im  Dezember  1832  war  Hohenschwangau  Eigenthum  des
Kronprinzen  Maximilian.  —  Sein  ehemaliger  Zeichneulehrer,
Dominikus  Quaglio,  längst  bekannt  als  Meister  in  der  Darstellung
  altdeuischer  Bauten,  ward  mit  der  Wiederherstellung
des  Schlosses  beauftragt.  Es  war  dann  ein  paar  Jahre  hindurch
  ein  lebendiges  Künstlertreiben  auf  dem  Schwanslein  und
in  den  Hüllen  am  Felsen  unten  und  in  der  Waldeinsamkeit.
Bald  und  mit  Verwunderung  erblickte  die  verjüngte  Burg,  aus
dem  Tannengrün  hervorwachsend,  ihr  eigenes  Bild  in  des
Schwansees  hellem  Spiegel.

Streng  im  Styl  eines  mittelalterlichen  Ritterschlosses
aufgebaut,  hält  Hohenschwangau  trotz  der  Neuheit  des  Acußern
die  Wahrheit  seiner  alten  Abkunft  aufrecht.  Um  die  Burg  herum
ward  auf  Geheiß  des  Kronprinzen  auf  starren  Felsengrund  ein
lieblicher  Gatten  hingezaubert,  wo  seltene  Standen  und  Blumen
bei  hohen  Linden  wachsen  und  drei  schöne  Brunnen  sprudeln.

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