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prinzen  in  das  Schloß  Beilerbei  und  die  Audienz  beim  Sultan
ist  bildlich  dargestellt.

Von  Hohenschwangau's  Thürmen,  die  weit  in  die  bayrische
Ebene  hinausgrüßen,  von  dieser  Warte  zuckt  es  Einem  wie  ein
Lachen  durch  den  Geist,  wenn  man  den  Blick  senkt  auf  den
unten  ausgebreiteten  Landschaftsteppich,  der  hier  und  dort  mit
weißen  Dörfern  und  grünen  Waldungen  gestickt  ist.  Südlich
sehen  wir  nichts  als  Alpen  über  Alpen  gethürmt,  die  reich  bewaldet
  bis  zu  den  Wolken  langen.  Zu  unsern  Füßen  liegt  der
erwähnte  kleine  Schwansee,  in  grünes  Laub  gehüllt,  wie  eine
Perle  in  Smaragdeinfassung,  während  östlicher  und  durch  einen
bergigen  Thiergarten  geschieden,  der  Alpsee  schlummert,  dessen
Charakter  öder  ist  und  feierlicher  als  der  seines.  lächelnden
Bruders.

So  steht  es  denn  da  das  Schloß  als  das  Loretto  des
deutschen  Mittelalters,  als  ein  steinernes  Märchen  mit  seinen
Erkern  und  Thürmen,  Warten  und  Zinnen,  gemalten  Fensterscheiben,
  Steinblumen  und  symbölischen  Schnörkelverzicrungen.
Doch  horch!  welche  Klänge  säuseln  da  durch  die  Hallen  und
ziehen  so  wehmüthig  i'ns  Herz?  —  Es  ist  die  Aeolsharfe,  die
jetzt  die  Todtenklage  über  den  geschiedenen  Burgherrn  singt.

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