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Den  Herbst  1838  verlebte  er  wieder  in  seinem  Tusculum
Hohenschwangau,  ganz  den  Anregungen  seiner  Studien,  der
Jagd  und  der  Unterhaltung  geistreicher  Männer  sich  hingebend.
Als  ihn  der  Winter  aus  den  Bergen  scheuchte,  litt  es  ihn  auch
nicht  lange  bei  Hofe  in  München.  Nach  Italien  zog  es  ihn,
wo  die  Natur  nicht  im  Winter  todesähnlich  erstarrt  und  die
Pflanzen  das  Blätterkleid  nicht  verlieren.  Am  19.  Januar  1839
verließ  er  München  und  hatte  drei  Tage  später  Italiens  Alpenthore
  passirt.

Ichtes  Tapitel.

Der  Kronprinz  besucht  das  Gelängnibß  des  Kouige  Enzio  in  Vologna.  —
Crvielo.  —  Anstunst  in  Rom.  —  Fest  des  Frühlinge.  —  Der  Carneval
in  Mom.  —  Verschiedene  Art,  in  der  sich  die  Chronsolger  von  Bayern  und
Rubsand  am  Carneval  belheiligen.  —  Slrenges  Incognilo  des  Krouprinzen
in  Rom  und  Aeapel.  —  Gefsälliglieit  der  lioniglichen  Jamilie,  des  Beluvs
und  des  Meeres  zu  Ehren  des  Kronprinzen.  —  Er  weil  Laud  und  Leule
vom  rechten  Hlandpunkil  zu  sehen.  —  Batler  und  Sohn.  —  Bucher  und
Karlen  von  Mlünchen.  —  Die  Charwoche  in  Rom.  —  Der  Kronprinz  reist
nicht  nach  Griechenland.  —  Alhen  allarmirt.  —  Der  Kronprinz  auf  dem
Besuv  und  die  Bandilen.  —  Camadoli,  ein  Gedicht.  —  In  Civoli.  —
Heiliglprechung  in  Sl.  Veler.  —  Fronleichnamssesl.  —  In  Genua.  —
Handelspoesie.  —  Rückiliehr  nach  Mlünchen.  —  Ehrendiplom.

Jaens  Lüfte  öffneten  bald  dem  Kronprinzen  alle  Poren
des  Gemüthes.  So  Manches  hatte  er  auf  dem  Herzen.  Jetzt
fühlte  er  wieder  Heiterkeit  in  seine  Seele  und  Wohlbehagen  in
den  Körper  einziehen,  und  er  schwang  sich  auf  in's  Blüthenreich
der  Poesie.  Zu  Bologna  besuchte  er  in  dem  Palaste  des  Podesta,
  dem  berühmten  Neptunsbrunnen  gegenüber,  den  Kerker,
in  welchem  König  Enzio,  des  Kaisers  Friedrich  II.  Sohn,  1249
von  den  welfisch  gesinnten  Bolognesern  gefangen,  sein  ganzes