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kloster  Camaldoli,  zwei  Stunden  nordwestlich-  von  Neapel  gelegen.
  Von  dieser  „hohen  Leiter  des  Himmels“  erschließt  sich
der  ganze  Zauber  der  Gegend.  Er  begeisterte  auch  die  Muse
des  Kronprinzen  zu  folgendem  Gedichte:)

Kloster  zu  Comaldolil!

Seht  ihr  dort  auf  blauen  Höhen
Dort,  wo  dunkler  Lorbeer  wink',
Feenhaft  ein  Kloster  stehen,
Das  bis  zu  den  Wolken  dringt?

Fromme  Brüder  wohnen  oben,
Blüthenweiß  ist  ihr  Gewand,

Wie  von  Himmelshand  gewoben,
Stammend  aus  dem  Morgenland.

Lesen  in  des  Meeres  Fläche,
In  den  Wundern  der  Natur;
Schau'n  des  Berges  Feuerbäche,
Ueber  sich  den  Aether  nur.

Seh'n  die  Sonne  sich  erheben
Aus  des  Meeres  tiefem  Schacht,
Aus  der  Fluth  die  Iunseln  streben,
Die  Natur  in  ros'ger  Pracht.

Sprechen  so  den  Morgensegen,
Auf  dem  Altar  der  Natur;
Kaum  noch  hört  man  leises  Regen
Unten  an  der  Wellenflur.

Wenn  die  Sonne  glüh'nde  Strahlen
Ueber  Berg  und  Thäler  streut,
Belen  sie  in  heil'gen  Hallen,
Wie  der  Orden  es  gebeut.

)  Zuerst  abgedruckt  in  dem  von  „Karl  Fernau“  (Daxenberger)  fort
gesetzten  Taschenbuch  „Charitas,“  Jahrgang  1813.

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