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prinz  dem  Votum  der  Reichsräthe  an,  das  die  Aeußerungen
des  allmächtigen  Ministers  als  unwürdige  Beschuldigungen  bezeichnete.
  Mit  dem  Fürsten  Wallerstein  stand  er  persönlich  in
freundschaftlichen  Beziehungen.  Das  charakterisirt  die  politische
Stellung,  welche  der  Thronerbe  gegenüber  dem  damaligen
Regierungssysteme  eingenommen  hat.  Hinter  ihm  stand  das
ganze  Volk.

Im  Sommer  1840  bereiste  er  Bayern,  vorzüglich  die
fränkischen  Provinzen,  aber  nicht  in  einer  einzigen  langen  Tour,
sondern  mehr  ausflugsweise,  bald  dahin,  bald  dorthin.  Während
  des  bei  Nürnberg  im  September  veranstalteten  Militär-Lagers
  bewohnte  er  daselbst  die  Burg.

Am  12.  Dezember  trat  er  Morgens  mit  einem  Gefolge
von  neun  Personen  die  im  vorigen  Jahre  ausgeschobene  Reise
nach  Griechenland  an.  Es  war  schlecht  zu  reisen;  denn  in  Friaul
machte  ein  ganz  ungewöhnlicher  Schneefall  alle  Landstraßen  unfahrbar.
  In  Folge  dessen  mußte  der  Kronprinz  einstweilen  in
Udine  (17.  Dezember)  bleiben.  Selbst  in  Triest  lagen  hohe
Schneehaufen  —  ein  neuer  aber  unbehaglicher  Anblick  für  die
nicht  daran  gewöhnten  Bewohner.  Alle  Postverbindung  mit
Italien  und  Deutschland  stockte  bis  zum  19.  Dezember,  an  dem
der  Kronprinz  in  Triest  eintraf.  Nachmittags  zwei  Uhr  am
21.  schiffte  er  sich  auf  einem  Lloyd-Dampfer  direkt  nach  Athen
ein.  Die  Ueberfahrt  war  sehr  stürmisch;  zweimal  mußte  man
landen,  um  den  Kronprinzen  nicht  der  ernstlichsten  Gefahr  auszusetzen,
  und  zwar  auf  Korfu  am  24.  Dezember  und  dann  auf
einer  kleineren  Insel.  Da  hatte  der  hohe  Reisende  Gelegenheit
genug,  das  Meer  in  seinem  entsetzlichen  Zorne  zu  beobachten  und
seine  eigene  Mannhaftigkeit  zu  erproben.  Auf  Korfu  feierte  man
Weihnachten,  zu  welchem  Winterfeste  dort  die  Natur  schon.  die
schönsten  Rosen  im  Freien  lieferte.  Wie  freute  sich  der  Kronprinz
an  diesem  Anblick!