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des  englischen  Kriegsdampfschiffes  „Vesuvius“  und  landete  am
28.  Juni  in  Ancona.  Nachdem  er  hier  einige  Tage  gerastet,
kehrte  er  über  Florenz  durch  Tirol  nach  Bayern  zurück  und  traf
am  17.  Juli  Abends  halb  neun  Uhr  in  bestem  Wohlsein  in
München  ein,  wo  er  noch  vor  dem  Schlusse  des  Schauspiels
in  der  Theaterloge  seiner  Mutter  gesehen  ward.)

Dem  Hofrathe  Thiersch  überbrachte  er  persönlich  das  Commandeurkreuz
  des  k.  griechischen  Erlöserordens.  Am  21.  Juli
reiste  er  nach  Brückenau,  um  seinen  Vater  zu  begrüßen,  und

1)  Während  des  Druckes  unserer  Schrift  kam  uns  in  die  Hände:
„Max  der  Zweite  2c.  von  Dr.  J.  M.  Söltl,  kgl.  geh.  Haus  Archivar,
Professor  an  der  Ludwigs  Maximilians-Universität  in  München,  des  bayr.
Verdienst-Ordens  vom  heil.  Michael  Ritter  1.  Classe.  Mit  einem  Titelbild.
Augsb.  1865.“  —  Beim  Blättern  in  dieser  Schrift  fanden  wir  auf  der
10.  Seite  etliche  falsche  Angaben.  Daselbst  steht  zu  lesen:  „Nach  seiner
(des  Kronprinzen)  Rückkehr  nach  München  (von  der  Universität  Berlin)
setzte  er  während  des  Winters  seine  Studien  sort,  machte  in  den  schönen
Jahreszeiden  verschiedene  Reisen  durch  Deutschland,  Frankreich,  England
und  Italien.  Im  Jahre  1839  begab  er  sich  nach  diesem  Lande  schon  im
Januar.  .  .  .“  So  ist  es  nicht.  In  Frankreich  reiste  der  Kronprinz  vor
seiner  Vermählung  gar  nicht.  In  Italien  brachte  er  zweimal  die  Wintermonate
  zu,  die  nicht  zu  den  schönen  Jahreszeiten  gezählt  zu  werden
pflegen.  In  England  machte  Maximilian  keine  eigentlichen  Reisen,  sondern
besuchte  zunächst  London.

Ferner  heißt  es  auf  Seite  10:  „Gegen  das  Ende  des  folgenden
Jahres  1810  konnte  er  (der  Kronprinz)  seinem  schon  länger  genährten
Wunsche  genügen  und  Griechenland  besuchen.  Dann  begab  er  sich
nach  Konstantinopel,  wo  er  vom  türkischen  Kaiser  mit  den  höchsten  Ehren
empfangen  wurde,  kehrte  nach  Athen  zurück,  bestieg  am  21.  Juni  das
Schiff  zur  Heimreise,  und  betrat  am  14.  Juli  sein  Vaterland  wieder.“  —
Unsere  Leser  aber  wissen,  daß  der  Krouprinz  schon  einmal  im  Jahre  1833
zu  seinem  Bruder  Otto  nach  Griechenland  gekommen  war,  daß  er  damals
nach  Konstantinopel  gereist  und  nicht  nach  Athen  zurückgekehrt  war.  Um
die  Richtigkeit  dieser  Thatsachen  zu  constatiren,  genügt  ein  Blick  in  eine
bayrische  Zeitung.  Da  aber  die  oben  erwähnte  Schrift  ihre  Quellen  nicht
bezeichnet  hat,  dagegen  in  dem  früher  erschienenen  Buche:  „Leben  und
Wirken  Maximilian  II.  von  L.  Hauff,  Seite  69  und  77  dieselben  Fulta
colportirt  sind,  so  ist  gewiß  der  Schluß  nicht  kühn,  daß  Soltl  aus  Hauff's
Schrift,  ohne  diese  seine  Quelle  zu  nennen,  geschöpft  und  dabei,  in  Folge
einer  boshaften  Laune  des  Zufalls,  das  Unrichtige  richtig  gepackt  hat.

fdh

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