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Eine  so  wichtige  Angelegenheit  meinte  er  nicht  ohne  Gottes
Segen  beginnen  zu  dürfen.  Die  Prinzessin  Marie  war  gerade
an  dem  Tage  an  den  Masern  erkrankt,  als  der  Brautwerber
eintraf.  Die  feierliche  Verlobung  geschah  deßhalb  erst  am
23.  Februar  !)  im  königlichen  Schlosse  in  Gegenwart  des
Königs,  der  Königin  und  des  ganzen  königlichen  Hauses  von
Preußen.  Darauf  große  Tafel  und  Darbringung  der  Glückwünsche
  des  Hofstaates.  Der  Kronzprinz  war  glücklich.  Dies
wird  von  seiner  poetischen  Herzensergießung  bezeugt:

Der  Prinzessin  von  Preußen.

(An  meinem  Berlobungstage.)

Gott  möchte  einen  Engel  senden,
Der  meiner  Seele  Sehnsucht  stillt:
Das  fleht“  ich  mit  erhob'nen  Händen.
Die  Bitte  ist  mir  nun  erfüllt.

Es  trieb  mich  über  Berg'  und  Meere
Des  tiessten  Herzens  mächt'’ger  Drang,
Daß  Unser  Vater  mir  bescheere,
Was  ich  im  Traume  oft  besang.

Gefunden  ist  der  Frauen  Krone,
Die  holde  Rosen-Königin:

„Mein  Leben  nimm  zum  Rittterlohne,
Daß  Deine  Gunst  Du  mir  verlieh'n."“

„Es  blieb  in  jener  schönen  Stunde,
Wo  Du  entsendet  lichten  Höh'n,
Ein  Engel  auf  dem  Erdenrunde
An  Deiner  Wiege  segnend  steh'n;“

„Legt'  dort  der  Gaben  schönste  nieder,
Zu  lieben  und  geliebt  zu  sein,

Eilt  zögernd  zu  den  Sternen  wieder  —
Und  Du,  sein  Liebling,  bist  nun  mein!"“

!)  Söltl  gibt  irrthümlich  den  23.  Januar  an.  Ist's  ein  Druck
fehler?  —  Nein.  Deun  Hauff,  seine  Quelle,  hat  deuselben  Fehler.

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