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zu  wohlthätigen  Zwecken  und  errichteten  so  dem  12.  Oktober
1842  ein  bleibendes  Denkmal  im  Segen  der  Nachkommen.!)
Der  König  und  der  Kronprinz  waren  gerührt  von  den  vielen
Beweisen  der  treuen  Anhänglichkeit  des  Volkes  an  sein  Königshaus.
  Beide,  der  königliche  Vater  und  Sohn,  ließen  ihren
Dank  öffentlich  verkünden.  Der  Kronprinz  schloß  seine  Erklärung
  also:

„Bayern  empfange  mit  Meinem  Danke  für  seine  Liebe,
Treue  und  Ergebenheit  Meine  feierliche  Versicherung,  daß
Ich  stets  bereit  bin,  zu  dessen  Glück  und  Wohlfahrt  Alles
zu  thun,  und  mit  ächt  teutscher  Gesinnung  für  Mein  theures
  Vaterland  Gut,  Blut  und  Leben  einzusetzen.

München,  am  5.  November  1812.

Marximilian,  Kronprinz.“
Verrauscht  waren  die  Feste,  und  die  hohen  Neuvermählten
  lebten  nun  sich  selbst  auf  dem  stillen  Hohenschwangau.
Die  Blätter  waren  schon  alle  von  den  Bäumen  abgefallen,  die
Sennerinen  der  nahen  Berge  längst  zu  Thale  gegangen,  recht
grob  heulte  der  Wind  schon  um  die  hohen  Burgfenster,  aber
die  jungen  Gatten  merkten  nicht  auf  den  anziehenden  Winter.
In  ihnen  selbst  war's  Frühling.  Als  jedoch  das  Christfest  nahte,
wo  sich  alle  Familienglieder  zur  gemeinsamen  Freude  zu  sammeln
  pflegen,  verließen  auch  sie  die  Stille  der  eingeschneiten
Berge  und  kamen  am  21.  Dezember  1842  nach  München.
Der  bald  folgende  Fasching  wurde  durch  ihre  Anwesenheit
belebter  als  sonst,  namentlich  bei  Hofe.  Unter  andern  Festlichkeiten
  stellte  man  bei  einem  Maskenballe  im  Saalbau  der  k.  Residenz
  das  Mährchen  vom  Dornröschen  durch  etwa  siebenzig

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!)  Die  „Festgedichte“  aber  —  wer  zählet  sie,  wer  liest  sie?  Da  wurde
versificirt  in  deutscher,  italienischer  und  hebräischer  Sprache.  Das  sind
nicht  die  wärmsten  Patrioten,  die  sich  selbst  so  nennen,  und  die  Tugend  spreize
l  .  .  .
sich  nicht  als  solche  auf  der  Gasse.  Singe,  wem  Gesang  gegeben;  wer's  nicht
versieht,  thut  besser  zu  schweigen.

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